Das Schulprojekt Klimawandel bringt die Klimaforschung mit verschiedenen Schulen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zusammen. Durch dieses Projekt soll bei den Schülern unter anderem die Neugier auf wissenschaftliche Arbeitsweisen und die Klimaforschung gefördert werden. Die Robert Bosch Stiftung zeichnete das „Schulprojekt Klimawandel“ am 28. September 2011 mit dem zweiten Platz des Wettbewerbs „Schule trifft Wissenschaft“ aus und bestätigte damit offiziell den großen Erfolg des Projekts.

Die Schüler, die an diesem Projekt mitarbeiten, sollen durch die Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern unter anderem in die Lage versetzt werden, die verschiedenen Medienberichte zum Thema Klimawandel kritisch zu betrachten und besser zu verstehen. Durch die begleitete Einführung in verschiedene wissenschaftliche Arbeitsweisen soll dieses Verständnis nachhaltig gefördert werden. Zusammen mit den Wissenschaftlern und dem Projekt-Team erarbeiten und präsentieren die Schüler verschiedene Themen rund um den Klimawandel. Das „Schulprojekt Klimawandel“ wurde im Sommer 2005 ins Leben gerufen und bis 2010 im Rahmen des NaT-Working Programms der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Bis zum Sommer 2010 war das „Schulprojekt Klimawandel“ am Norddeutschen Klimabüro des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und des KlimaCampus Hamburg angesiedelt, seit kurzem gehört es jedoch dem Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ) an. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Hamburger Klimaforschung stehen dem Projekt immer die aktuellsten Daten und fundierte Informationen zur Verfügung, welche zum Teil auch auf dem Hamburger Bildungsserver und dem Bildungswiki Klimawandel abrufbar sind. Die Projektarbeiten von derzeit zwölf teilnehmenden Schulen, werden auf den betreffenden Websiten der Bildungseinrichtungen vorgestellt (hier eine Übersicht).

In einem ausführlichen Interview mit dem Bildungsserver spricht Herr Dr. Dieter Kasang (Projektleiter beim Deutschen Klimarechenzentrum) darüber, dass dieses Projekt auch nachhaltige Veränderungen im Unterricht auslösen soll. „Was wir wollen, ist, dass sich Schülerinnen und Schüler für wissenschaftliche Themen interessieren und wissenschaftsorientiertes und interdisziplinäres Arbeiten lernen. Das ist das Kernziel. Auf diese Weise wollen wir Veränderungen im Unterricht erreichen, hin zu einem projektorientierten forschenden Lernen, bei dem die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen erwerben, die sie dann später auch im Studium oder im Beruf gebrauchen können“ so Kasang.

Foto: ©iStockphoto.com/VCNW

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