Eine unterschätzte Reserve an Fachkräften?

Im Jahr 2050 wird nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes die Hälfte der Bevölkerung älter als 48 Jahre und ein Drittel älter als 60 Jahre sein. Bereits in den nächsten beiden Jahrzehnten wird die Alterung der deutschen Gesellschaft eine Herausforderung für die Wirtschaft darstellen. Bis zum Jahr 2020 wird die aktuell stärkste Generation der 35- bis 49-jährigen von 20 Millionen auf 16 Millionen absteigen.

Qualifizierter Nachwuchs wir also langfristig knapper werden. Um den Fachkräftemangel im Kontext dieser demographischen Entwicklung vorzubeugen, gerät die Gruppe älterer Erwerbstätiger immer stärker ins Zentrum des Interesses. Ältere Arbeitnehmer, die bereits umfangreiches Wissen und Erfahrung angesammelt haben, stellen ein großes Kapital dar, das besonders in Deutschland lange unterschätzt wurde.

Doch in vielen Unternehmen findet zur Zeit ein Meinungswandel statt: Immer stärker ist eine Abkehr von der mehr oder weniger stark praktizierten Politik der Frühverrentung hin zu einer Strategie des aktiven Alterns zu beobachten. Potenziale älterer Beschäftigter werden erkannt und die Qualifizierungsnotwendigkeit durch spezielle Weiterbildungskonzepte abgedeckt.

Wir möchten deshalb diese Woche verschiedene Projekte und Ideen vorstellen, deren Fokus auf die Förderung und Weiterbildung älterer Arbeitnehmer gelegt ist.

Zu Beginn unserer Themenwoche Arbeitnehmer 50+ wird uns Lars Hahn, Karriereberater und Geschäftsführer der LVQ Weiterbildung gGmbH, in einem Fachinterview Rede und Antwort zu der geplanten Fachkräftesicherung durch die Generation 50+ stehen.

Bildnachweis: @istockphoto.com/AndreasFranke

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