Nein das ist kein verfrühter Aprilscherz, das Bildungsministerium des Landes Äthiopien hat Fernstudien in Äthiopien ausdrücklich untersagt. Die neue Regelung betrifft 64, teilweise private Institutionen die mit der Methode des E Learning arbeiten. Warum das so gekommen ist erklärt ein Bericht zum Thema (in englischer Sprache), den Peter Heinlein aus Addis Abeba verfasst hat und welchen wir nachfolgend kurz zusammenfassen möchten.

Dem Bericht zufolge haben sich in den letzten 15 Jahren, seit die Regierung im Jahr 1995 den Bildungs-Sektor auch für private Anbieter öffnete, 64 Institute für die Bildungsalternative Fernstudium eingerichtet, darunter auch die 23 regulären Präsenz-Universitäten von Äthiopien. Die neue Regelung betrifft somit circa 75.000 äthiopische Fernstudenten. Der Grund für die Schließung dieses Bildungssektors ist laut Ministerium, dass sich die privaten Anbieter in erster Linie um den Profit kümmern und die Qualität der gebotenen Bildung erst an zweiter Stelle kommt.

„When the the purpose is collecting money, it is not a good purpose“, so der Regierungssprecher Abera Abate Abebe. Doch das Verbot ist nicht entgültig, sagt Abebe, wenn ein einheitlicher Qualitätsstandard für Fernstudien in Äthiopien geschaffen ist, dann könne man auch gewisse Regeln entschärfen. Zurzeit existieren 140 E-Learning-Zentren in Äthiopien und vor allem die etablierten Anbieter wie zum Beispiel das St. Mary´s College fürchten den Verlust von einem Jahrzehnt Pionierarbeit für die Methode des Fernlernens in Äthiopien.

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