StatistikDie Bundesagentur für Arbeit hat im August 2011 eine Erhebung durchgeführt, welche die Arbeitslosenquote von jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren abhängig von der Zugehörigkeit nach Bundesländern abbilden soll. Wäre Hamburg nicht auf dem vierten Platz gelandet, so könnte man beim Ergebnis dieser Erhebung durchaus von einem Nord-Süd-Gefälle sprechen, denn in der südlichen Hälfte Deutschlands liegt die Quote für Jugendarbeitslosigkeit fast ausnahmslos deutlich niedriger als im Norden.

Der höchste Prozentsatz an arbeitslosen jungen Menschen ist mit 14,9% in Berlin zu finden. Ob sich diese Tatsache damit begründen lässt, dass Berlin mit knapp 3,5 Mio Einwohnern auch die größte Stadt Deutschlands ist, sei dahingestellt. Die neuen Bundesländer haben in puncto Jugendarbeitslosigkeit immer noch mit verhältnismäßig schlechten Quoten zu kämpfen, obwohl sich die Lage schon verbessert hat.

Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bremen und Sachsen belegen nach Berlin die nächsten fünf Plätze, welche sich bezüglich der Jugendarbeitslosenquote immer noch im zweistelligen Bereich bewegen. Mit Werten zwischen 7,4 und 8,4% fallen die Quoten in Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Schleswig Holstein und Niedersachsen deutlich niedriger aus. Thüringen schafft es mit 8,2% als einziges der neuen Bundesländer in einen einstelligen Prozentbereich.

Das Saarland, Hessen, Hamburg und Rheinland Pfalz belegen Plätze im vorderen Drittel der niedrigsten Quoten. Die absoluten Highlights sind jedoch (wie schon so oft) Bayern und Baden-Württemberg. Hier haben junge Menschen die größten Aussichten auf einen Job und eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Bei dieser Statistik muss aber auch die Frage gestellt werden, was gerade in den Bundesländern mit zweistelligen Jugendarbeitslosigkeit-Quoten besser gemacht werden kann.

Diese Frage kann schwerlich in einem Absatz oder auch nur in einem Beitrag beantwortet werden. Deshalb sollte sie lieber an die zuständigen Politiker in den betreffenden Ministerien weitergegeben werden. Wenn also Vorschläge zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland oder zum Ausgleich des Nord-Süd- und Ost-West-Gefälles existieren – immer her damit! Hauptsache Bildung veröffentlicht konstruktive Vorschläge gerne…

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