Da das Thema Bewerbung auch zwangsläufig zu unserem Ressort gehört und wir auch schon einige Tipps in diese Richtung gegeben haben, möchte ich heute, aus aktuellem Anlass, auf eine Sache noch einmal mit persönlichem Herzblut hinweisen: Noch einmal durchlesen macht durchaus Sinn und kann wirklich dabei helfen einige peinliche Fehler zu vermeiden. 😉

Ich selbst bin eigentlich schon der Meinung, dass ein kleiner Fehler noch keine schlechte Bewerbung ausmacht. Deswegen ist niemand gleich ungeeignet oder sollte als unfähig abgestempelt werden. Und auch im letzten Schwung an Bewerbungen, die auf meinem Tisch gelandet waren, gab es wieder einige interessante und zum Teil amüsante Fehler. Da wurden Dateien einer Bewerbung „angehangen“ oder Themen konnten empirisch „begleiteteten“ werden. Auch schön sind Bewerbungen von erfahrenen Spezialisten mit horrenden Gehaltsvorstellungen, die den Artikel „das“ konsequent mit ss schreiben, nur weil er hinter einem Komma steht…

Aber wegen so etwas landet bei uns keine Bewerbung in der Tonne. Bei einigen Kardinalfehlern allerdings muss ich mich schon manchmal überwinden, die Bewerbungen nicht doch direkt auszusortieren. Bei den aktuellen Bewerbungen wären das aber bestimmt an die 50 Prozent, das geht natürlich nicht. Trotzdem frage ich mich schon, was so schwer daran ist einen Namen richtig zu schreiben. Vielleicht bin ich bei so etwas auch zu empfindlich. Aber ich weiß auch: In jedem gottverdammten Bewerbungs-Ratgeber steht eine Sache sicher drin: „Achten Sie unbedingt darauf, den Namen Ihres Ansprechpartners korrekt zu schreiben.“ Warum befolgen das so wenig Leute?

Vielleicht kommt in mir auch nur ein später Rachegedanke durch. Endlich einmal sitze ich am längerem Hebel und kann für die jahrzehntelange Falschschreibung meines Namens einen Schuldner dafür büßen lassen. Aber ehrlich: Ich heiße weder Czeswlowscki noch Tob-Kan-Ab-Dalla, meine Name endet lediglich auf einem „loff“ und nicht auf einem (zugegebenermaßen üblicheren) „hoff“.

So viel visuelle Aufmerksamkeit sollten Bewerber doch der Ausschreibung und ihrem eigenem Anschreiben entgegen bringen. Schließlich geht die Bewerbung doch an eine E-Mail-Adresse mit MEINEM Namen!

Na gut, ich werde natürlich weiterhin keine Bewerbungen mit falsch geschriebenen Namen aussortieren – aber ganz ehrlich: Nerven tut’s mich schon!

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