Azubi Ausland„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.“ – aber was?

Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte im März 2011 über 500 Lehrer in der Bundesrepublik Deutschland darüber, was sie ihren Schülern mit auf den Weg geben wollen. Die Ergebnisse dieser Erhebung sind in der untenstehenden Grafik zusammengefasst, welche vielleicht einige interessante Aussagen enthält die man so nicht erwartet hätte.

Am wichtigsten war für über 90% der befragten Lehrer, dass ihre Schüler Achtung vor der Meinung anderer lernen, danach kommen Ehrlichkeit und Rücksichtnahme. Es scheint den Lehrern also sehr wichtig zu sein, soziale Kompetenzen auszubilden und zu fördern. Circa 75% der Pädagogen halten außerdem eine gute Allgemeinbildung und die Entwicklung von Engagement und Einsatzbereitschaft für Eigenschaften, die sie bei ihren Schülern gerne fördern möchten.

Auf Platz 6-8 rangieren mit Werten um die 70% wieder sozial geprägte Merkmale wie der Einsatz für Schwächere, Höflichkeit, gutes Benehmen und Zivilcourage. Eine positive Überraschung war, das fast 70% der modernen Pädagogen Ihren Schützlingen ein gewisses Maß an Kritik gegenüber den Massenmedien vermitteln möchten.

Das gerade für unsere Zeit so wichtige Umweltbewusstsein, war nur zwei Dritteln der Lehrer besonders wichtig für die Prägung ihrer Schüler und landete somit lediglich auf Platz zehn.Danach folgten in den Umfrageergebnissen mit circa 60% die Eigenschaften Pünktlichkeit, Selbstkritik und Weltoffenheit.

Die Werte wie Gewissenhaftigkeit, Disziplin und Ehrgeiz, welche den vorgehenden Lehrergenerationen besonders wichtig waren, landeten auf den letzten drei Plätzen der Statistik. Alles in allem kann man also durchaus einen Wertewandel bei Pädagogen feststellen. Auch wenn die Eigenschaften Umweltbewusstsein, Zivilcourage und Medienkritik gerne noch ein paar Plätze nach vorne rutschen dürften.

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