Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), auch „Meister BAföG“ genannt, existiert bereits seit 1996. Nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz können Personen ohne Altersbeschränkung mit einem Zuschuss oder Darlehen für eine berufliche Aufstiegsfortbildung gefördert werden. Um diese Fördermöglichkeit in Anspruch zu nehmen, muss der angestrebte Abschluss über dem Niveau einer Fachberater- oder Gesellenprüfung bzw. einem Berufsfachschulabschluss liegen. Hochschulabschlüsse und Fortbildungen oberhalb der Meister-Ebene werden allerdings nicht gefördert.

Zur Jahrtausendwende nahmen knapp 52.000 Menschen diese Fördermaßnahme in Anspruch und die Anzahl stieg in den nächsten beiden Jahren um circa 70%. Durch eine Änderung Im Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz stieg im Jahr 2003 die Anzahl der geförderten Personen sprunghaft auf über 120.000 an. Von 2004 bis 2008 war eine relative Stagnation zu beobachten aber von 2009 bis 2010 ist die Anzahl der Personen, die diese spezielle Bildungsförderung in Anspruch nahmen, wieder kräftig angewachsen und lag im letzten Jahr bei 166.000. Die betreffende Datenerhebung vom statistischen Bundesamt ist in nachfolgender Statistik abgebildet.

Für einen beruflichen Aufstieg ist das so genannte „Meister BAföG“ also nach wie vor eine sehr beliebte und oft in Anspruch genommene Fördermaßnahme. Wenn die Voraussetzungen stimmen, erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Vollzeitlehrgängen für die Dauer der Fortbildung monatlich zwischen circa 700.- und 1.300.- €. Durch diese gezielte Förderung der Aufstiegsfortbildung sollen Fortbildungswillige unter anderem finanziell unterstützt und zur Existenzgründung ermuntert werden. Eine nachhaltige Förderung der Fortbildungsmotivation des Fachkräftenachwuchses ist ein weiteres langfristiges Ziel des „Meister-BAföG“.

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