StatistikBildungsschwache sind seltener im Netz und damit auch im Job – denn nach wie vor besteht ein starker Zusammenhang zwischen der formalen Bildung und der Internetnutzung.

Auch in der 2011 durchgeführten Umfrage unter Erwachsenen in Deutschland sind die Ergebnisse eindeutig: So sind Befragte mit mittlerer formaler Bildung bereits zu 84 Prozent regelmäßig im Internet aktiv. Während allerdings von den Deutschen mit Hochschulreife 93 % das Internet  nutzen, bewegen sich von den Menschen mit Hauptschulabschluss und Lehre gerade einmal 60 Prozent im World Wide Web.

Noch niedriger sind die Zahlen von Hauptschulabgängern ohne Berufsausbildung. Zwar entwickelt sich die Zahl dieser Nutzergruppe in den letzten fünf Jahren am stärksten, nämlich mit einem Anstieg von 15 % (vgl. Studienergebnisse 2006) – allerdings nutzt in dieser Gruppe weiterhin nicht einmal jeder Zweite die Möglichkeiten des Internets.

Dies führt zu einer dauerhaften, negativen Wechselwirkung in den bildungsschwachen Gesellschaftsgruppen: Denn der Einfluss der digitalen Medien auf die gesamte ökonomische Entwicklung ist so groß, dass es mittlerweile kaum noch Berufe gibt, die ohne eine gewisse Medienkompetenz auskommen.

Gerade diese digitale Spaltung der Gesellschaft ist ein Problem, an dem Politik und Wirtschaft weiter arbeiten müssen, um Bildungsschwache nicht noch weiter ins berufliche und gesellschaftliche Abseits zu drängen.

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