Über die Frauenquote in den deutschen DAX-notierten Konzernen wird in der Politik mal wieder heftigst diskutiert. Während sich Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) gegen eine zu schnelle Regelung bei der Frauenquote ausgesprochen hat, forderte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) eine gesetzlich festgelegte Quote. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) möchte dagegen eine Selbstverpflichtung der Unternehmen und ein Verstoß gegen ihre geplante Flexiquote mit Bußgeldern zu belegen.

Heute sollen die DAX-Konzerne in einem Treffen mit Schröder, von der Leyen und Wirtschaftsminister Rösler ihre Ziele für mehr Frauen in Führungspositionen vor. Was aber sagen eigentlich die deutschen Arbeitnehmer zu der diskutierten Frauenquote? In einer Umfrage gaben immerhin 78 Prozent der Befragten an, dass es für sie wichtig sei in Zukunft mehr Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Nur 12 Prozent der Frauen und 25 Prozent der befragten Männer sehen keine Notwendigkeit in einer Steigerung der Anzahl.

Obwohl es für viele wichtig erscheint, Frauen vermehrt in Führungspositionen zu bringen, sind allerdings insgesamt nur 44 Prozent der Befragten für eine verbindliche Regelung in Unternehmen. Besonders der überwiegende Teil der befragten Männer (66 Prozent) möchten nicht, dass die Besetzung von Führungspositionen in den großen Wirtschaftsunternehmen per Gesetz geregelt wird. Dagegen sprechen sich 58 % Prozent der Frauen für eine gesetzliche Vorgabe aus.

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Frauen in Führungspositionen: Viele finden es gut, aber nur wenige wollen eine gesetzliche Quote, 10.0 out of 10 based on 1 rating