dieser Slogan steht offensichtlich für den Berufswunsch einer ganzen Generation.

Noch vor zehn Jahren wurde diese Aussage allerdings kaum ernst genommen, sondern vielmehr mitleidig belächelt. Eltern trieb der undefinierte Wunsch ihrer Schützlinge wahre Angstperlen auf die Stirn und kleine lokale Tagesblättchen konnten sich vor freiwilligen Praktikanten auf einmal kaum noch retten.

Für viele junge Leute steht der Wunsch „irgendwas mit Medien“ machen zu wollen auch heute fest. Schließlich ist deren Generation nicht nur mit den neuen Medien aufgewachsen, sondern gestaltet sie durch ihre hohe Nutzung permanent mit. Das allgemeine Bild der Medienschaffenden hat sich mittlerweile gewandelt und auch skeptische Eltern wissen inzwischen, „irgendwas mit Medien“ hat sehr wohl Zukunft.

Die Medienbranche bietet einen scheinbar unendlichen Wachstumsfaktor und damit beste Karrierechancen. Auch versprechen die beruflichen Perspektiven mittlerweile sehr viel mehr als ein unspezifisches und langes Studium der Medien- oder Kommunikationswissenschaften, bei denen es kein klares Berufsziel gibt.

Alternativ stehen den Interessenten verschiedene Ausbildungsberufe zur Verfügung, die auch ohne Hochschulreife den Weg in die Medienbranche ebnen. Wir stellen aus Anlass des 23. Medienforums NRW, das vom 20. bis 22. Juni 2011 stattfindet, drei Medien-Berufe vor, die auch ohne Abi und in einer schulischen Ausbildung in den Traumberuf führen.

 

Traumberuf Grafikdesigner

Grafikdesigner gestalten visuelle Inhalte verschiedener Medien. Dabei rücken neben den klassischen Medien wie Zeitschriften und Bücher immer mehr die digitalen Medien in den Vordergrund. Ein umfangreicher und vielfältiger Arbeitsbereich des Grafikdesigners liegt vor allem in der Werbe- und Kommunikationsbranche. Grafikdesigner konzipieren Anzeigen, Logos und Firmenmarken oder entwerfen und gestalten Internetauftritte.

Den Großteil ihrer Arbeit verbringen Grafikdesigner mittlerweile vor dem Computer, wo sie mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen und speziellen Grafikprogrammen die Entwürfe für Kunden und Auftraggeber anfertigen. Dabei kann der Grafikdesigner als Festangestellter in einer Werbeagentur tätig sein oder als Freiberufler Aufträge erhalten.

Die Ausbildung zum Grafikdesigner erfolgt in der Regel über eine Berufsfachschule, die 2 Jahre besucht wird, mit Abschluss als staatlich geprüfter Designer. Neben einem Realschulabschluss und guten Noten in allen künstlerischen Fächern, sollten zukünftige Grafik-Designer ein hohes Maß an Kreativität und Ideenreichtum mitbringen.

Schulen, die dich zum Grafikdesigner ausbilden:

 

Traumberuf Mediengestalter Bild und Ton

Mediengestalter arbeiten mit den verschiedenen Mitgliedern eines Aufnahmeteams zusammen und stellen eine wichtige Schnittstelle zwischen der kreativen Seite und der technischen Realisierung des jeweiligen Mediums dar. Sie arbeiten in Film- und Tonstudios, Hörfunk- und Fernsehstudios oder privaten Produktionsfirmen. Mediengestalter sind dabei für die komplette technische Umsetzung der Produktion verantwortlich. 

Ihre Aufgabe geht von der Auswahl der passenden Gerätschaften, über die Ton- und Bildaufzeichnung, bis hin zu der Aufbereitung des Materials im Studio. Viel Arbeitszeit benötigt der Mediengestalter deshalb für die Vor- und Nachbearbeitung geplanter Produktionen. Im Studio schneidet, mischt und überarbeitet er die Aufnahmen in enger Zusammenarbeit mit Regie und Kamera.

Die Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton dauert im Regelfall drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Neben einem Realschulabschluss fordern viele Berufsfachschulen eine Teilnahme und das Bestehen eines Eignungstest. Neben Interesse an modernen digitalen Medien sollten zukünftige Mediengestalter vor allem technisches Talent und Kreativität mitbringen.

Schulen, die dich zum Mediengestalter ausbilden:

 

Traumberuf Fotograf

Fotografen halten mit ihrer Kamera Eindrücke verschiedener Personen, Ereignisse oder Gegenständen fest und bearbeiten die entstandenen Bilder im Fotolabor oder am Bildschirm. Durch eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Segment der Fotografie, wie der Porträt-, Produkt- oder Wissenschaftsfotografie können sie für verschiedene Bereiche der Branche (Fotostudios, Werbeagenturen oder im Verlagswesen) arbeiten.

Das Aufgabengebiet von Fotografen umfasst das Shooting, die Entwicklung sowie die Aufbereitung der Aufnahmen. Durch die Digitalisierung der Fotografie verbringen Fotografen mittlerweile einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Arbeitszeit mit der Nachbearbeitung ihrer Fotografien im Studio und am Computer. Fotografen arbeiten dabei meistens selbstständig für Print- und Online-Medien, Industrie oder privat Personen.

Die Ausbildung zum Fotografen kann an privaten Fotoakademien auch schulisch stattfinden und dauert im Regelfall zwischen zwei und drei Jahren. Der Anteil an künstlerischer Gestaltungsfreiheit ist bei diesem Beruf ausgesprochen hoch, weshalb zukünftige Fotografen über ein hohes Maß an Kreativität verfügen sollten. Zudem sollten sie ein gutes technisches Verständnis mitbringen, dass vor allem beim Shooting und der richtigen Nachbearbeitung erforderlich ist.

Schulen, die dich zum Fotografen ausbilden:

 

Hilfreiches zum Schluss:

Für diejenigen, die sich darüber hinaus noch für andere  Ausbildungsberufe oder Studiengänge interessieren, bietet AIM (Koordinationscentrum Ausbildung in Medienberufen) eine Liste aller Berufe aus der Medienbranche und weiterführende Informationen zu einzelnen Schwerpunkten und Arbeitsfeldern.

Bildnachweis:
Bild 1: ©iStockphoto.com/IvanovaInga
Bild 2: ©iStockphoto.com/dial-a-view
Bild 3: ©iStockphoto.com/Yuri_Arcurs

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