Das Vorstellungsgespräch ist für Bewerber eine extrem große Hürde. Hier wird alles aussortiert, was sich nicht richtig verkaufen kann und  nicht den Ansprüchen des Unternehmens gerecht wird. Wer gerne zu dieser Gruppe gehören möchte, der erhält hier die besten Tipps, mit denen garantiert kein Personaler auf ein Wiedersehen hofft.

1. Die Vorbereitung: Seien Sie eindrucks- und Alkohol-voll 

Wenn Sie lieber durch Äußerlichkeiten als durch ihre Fähigkeiten auffallen, dann sollten Sie sich unbedingt noch ein neues extravagantes Outfit zulegen. Als Frau vielleicht einen schönen knalligen Minirock, als Mann eine kurze Hose kombiniert mit einer witzigen Krawatte mit Comic-Aufdruck.

Für einen bleibenden Eindruck lohnen sich darüber hinaus auch Geruchsbelästigungen aller Art. Urgroßmutters schweres Moschus-Parfüm oder ein aufdringliches Rasierwasser wären hier eine schöne Idee. Überaus beliebt sind auch körperliche Ausdünstungen aller Art: Beißender Schweißgeruch oder eine starke Alkoholfahne kennzeichnen Sie als Lebemann und handelt Ihnen bestimmt nochmal extra Bonuspunkte ein.

2. Die Begrüßung: Seien Sie ungehobelt und abgedroschen

In der Begrüßungsphase glänzen Sie mit Ignoranz: Hat Ihr Gesprächspartner einen Doktortitel oder gar einen Professorentitel? Egal, das interessiert Sie nicht die Bohne. Sie wenden sich ohne viel Tamtam an den Personaler. Schließlich sind Titel und eine korrekte Ansprache Ihrer Meinung nach völlig überbewertet.

Bei der Frage nach einem Getränk müssen Sie dann auch nicht lange überlegen und nehmen gerne „ein kühles Blondes“ und stecken sich dazu ganz relaxt ein Kippchen an, schließlich quatscht es sich in einer gemütlichen Atmosphäre besonders entspannt.

Bevor langes Schweigen eintritt, nehmen Sie dabei lieber das Zepter in die Hand und reden direkt drauf los – so sieht der Personaler auch gleich, was Sie alles drauf haben.

3. Das Bewerbungsgespräch: Seien Sie gedankenlos und ehrlich

Im eigentlichen Bewerbungsgespräch fahren Sie dann völlig auf, Sie untermauern Ihre aussagekräftigen Sätze wie „ Ich sag mal“ und „Eventuell“ mit exzessiver Körpersprache: Sie rudern mit den Armen, Sie unterstreichen jeden Satz mit einem kräftigen Kugelschreiber-Strich durch die Luft und drohen mit der geballten Faust die Wahrhaftigkeit Ihrer Rede an.

Sie sind der Kommandeur und Ihr Rededrang ist quasi unaufhaltsam. Kurze, schnörkellose Sätze und sachliche Aussagen empfinden Sie einfach als zu langweilig und würden nicht Ihrem aufbrausendem Charakter gerecht werden.

Fragen zu Ihrem Lebenslauf können Sie zwar nicht ohne weiteres beantworten, aber dafür haben Sie über Ihren ehemaligen Arbeitgeber genug zu lästern. Und das können die anderen auch  hören.

Sie haben fünf Pferde, die Sie selbst versorgen, Sie gehen drei Mal wöchentlich zum Work Out, Sie sind leidenschaftlicher Musiker und sind in zwei Bands, mit denen Sie auch gerne mal auf einen Gig fahren? Klingt ziemlich zeitaufwendig. Deshalb kann die neue Firma leider auch nicht außerhalb der Regelarbeitszeit mit Ihnen rechnen. Das sollten Sie ruhig schon vorab klar machen.

Sie haben keinerlei Geheimnisse und geben gerne Ihr Privatleben preis: Vor Ihrer Zughörigkeit zu diversen politischen Gruppierungen, Ihrer Mitgliedschaft in einer sektenähnlichen Freikirche und Ihren sexuellen Vorlieben müssen Sie sich schließlich nicht verstecken. Ihr zukünftiger Arbeitgeber soll ja auch erfahren, mit wem er es hier zu tun hat.

4. Der Abschluss: Seien Sie dreist und direkt

In der Abschlussphase gilt es dann noch einmal mit allen guten Eigenschaften zu glänzen: Sie stellen noch ein paar unwichtige Fragen, signalisieren allerdings direkt, dass diese aber auch nicht Ihrem Interesse entsprechen.

Ihre Gehaltsvorstellungen teilen Sie dem Personaler unaufgefordert mit und legen noch ein paar Boni oben drauf – so weiß er direkt, was Sie ihm wert sein sollten.

5. Die Verabschiedung: Seien Sie takt- und schamlos

Zum Schluss fällt Ihre Verabschiedung unfreundlich und kurz aus, nach dem weiteren Vorgehen fragen Sie nicht und sind ohne viele Worte aus der Tür.

Glückwunsch, Sie werden zu 100 Prozent nie wieder eingeladen! 😉

VN:F [1.9.22_1171]
Diesen Artikel bewerten
Rating: 10.0/10 (1 vote cast)
Vorstellungsgespräch: 5 todsichere Tipps um garantiert nie wieder eingeladen zu werden, 10.0 out of 10 based on 1 rating