In ganz Deutschland hat die Schule wieder begonnen oder der Schulanfang steht vor der Tür. Vielen Eltern und Kindern steht ein besonders anstrengendes Jahr bevor – beispielsweise das vierte Grundschuljahr. Ab dem Anfang der vierten Klasse lautet nämlich das Motto: Lernen für den Übertritt in eine weiterführende Schule (mal ganz unter uns – führt nicht jede Schule weiter?). Ab dann wird auch die Note „befriedigend“ ganz schnell zu einer ungenügenden Leistung.

Natürlich sollte jedem Kind mit jedem sozialen Hintergrund der Übertritt in eine Realschule oder ein Gymnasium ermöglicht werden – es ist jedoch immer eine Frage der Mittel die dafür eingesetzt werden. Wir sind der Meinung, dass in erster Linie der Wille des Kindes den Ausschlag geben sollte. Wenn die Kleinen unbedingt aufs Gymnasium möchten, dann liegt es zuerst einmal an den Eltern, den Kindern klar zu machen was sie ungefähr erwartet, denn das wissen Grundschüler meist nicht.

Wenn sich die Kids auch von den drei Punkten – weniger Freizeit, schlechtere Noten und wesentlich mehr lernen – nicht beeindrucken lassen, dann rechtfertigt das vielleicht auch den Einsatz sämtlicher Nachhilfe- und Fördermaßnahmen. Die Sprüche „Mit dem Quali kannst Du noch nicht einmal als Kassiererin im Supermarkt arbeiten“ und „Ohne Mittlere Reife findest Du nirgends einen Ausbildungsplatz“, sind allerdings völlig fehl am Platze.

Wichtig ist, dass bei den Kindern „der Groschen fällt“ und bevor dieser berühmte Groschen nicht gefallen ist, sollte man die Kinder keinesfalls in irgendwelche Schulformen zwängen in die sie ganz einfach nicht passen. Wenn ein Kind will, dann hat es auch die besten Voraussetzungen sein Ziel zu erreichen. Wenn aber nicht, dann kann man als Eltern reichlich wenig tun. Da bleiben alle Förderprogramme und Nachhilfestunden fruchtlos – hier sprechen wir aus eigener Erfahrung.

Ein Kind, das fest dazu entschlossen ist den Übertritt in eine weiterführende Schule zu meistern, kann allerdings auf vielfältige Weise gefördert werden. Das einzige Problem ist dabei, dass solche gezielten Fördermaßnahmen auch zwischen 100.- und 200.- € pro Monat kosten und somit nicht für jede Familie bezahlbar sind. Das ist sehr schade und aus unserer Sicht auch extrem ungerecht.

Es braucht also nicht nur den (vorzüglich eigenen) Willen des Kindes, sondern auch ein entsprechendes Budget. Wenn diese beiden Faktoren stimmig sind, dann kann aus einer Vielzahl von Programmen gewählt werden. Meist mit dem Titel „Lern mit für den Übertritt“ o.ä.. Auch spezielle Computersoftware und Spiele können auf den Schulwechsel vorbereiten. Diese Hilfestellungen alleine genügen jedoch nicht – hier ist auch immer die Initiative der Eltern gefragt. Ohne Unterstützung der Eltern kommen nur die wenigsten Kinder voran – das kostet jedoch einiges an Zeit und Nerven…

Einen Tipp können wir am Ende noch geben: Wenn das Kind den Übertritt schaffen möchte, dann sollte das auf Anhieb mit dem geforderten Notendurchschnitt geschehen – also ohne Aufnahmeprüfung der weiterführenden Schule – denn dann sind die Chancen für eine erfolgreiche schulische Laufbahn am höchsten.

VN:F [1.9.22_1171]
Diesen Artikel bewerten
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)