Die Anzahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Im Abgangsjahr 2010 beendeten 53.100 Schüler ihre Schullaufbahn ohne Abschluss, im Gegensatz dazu waren es 2000 noch 88.881. Dabei gilt allerdings zu berücksichtigen, dass die Schüleranzahl in den letzen zehn Jahren aufgrund von demographischen Entwicklungen von 12,6 Millionen im Jahr 2000 auf auf 11,5 Millionen im Schuljahr 2010/2011 gesunken ist.

Dabei sind Jungen im Allgemeinen häufiger ohne Abschluss von der Schule gegangen als Mädchen. Fünf Prozent der Schülerinnen eines Jahrgangs verließen die Schule ohne Hauptschulabschluss, während bei den Schülern acht Prozent keinen Abschluss erreichten.

Am häufigsten erreichen Förderschüler keinen Hauptschulabschluss

Bei der Betrachtung der Schulabgänger ohne Schulabschluss nach Schulart wird deutlich, dass vor allem Schüler von Förderschulen Probleme beim Erreichen eines Hauptschulabschluss haben. Insgesamt fast 60 Prozent der Schüler und Schülerinnen ohne Hauptschulabschluss besuchten eine Förderschule. Dabei muss allerdings auch berücksichtigt werden, dass hiervon 83 Prozent zumindest einen Abschluss für Lern- und Geistigbehinderte erwarben.

Zahlen der Abgänger ohne Hauptschulabschluss in Ostdeutschland am höchsten

Im Bundesländervergleich zeigt sich zudem, dass der Anteil von Schülern ohne Hauptschulabschluss vor allem in ostdeutschen Bundesländern überdurchschnittlich hoch ist. Insgesamt verließen in Sachsen-Anhalt 13 Prozent der Abgänger eines Jahrgangs die Schule ohne Hauptschulabschluss, Mecklenburg-Vorpommern waren es sogar 14 Prozent. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings auch die Tatsache, dass in den ostdeutschen Bundesländern ein deutlich höherer Anteil von Schülern Förderschulen besucht.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden: Schulen auf einen Blick (pdf)

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