Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat im Rahmen der Erhebung „Bildungsmonitor 2012“ eine Studie durchgeführt, um die Betreuungsbedingungen in den deutschen Bundesländern darzustellen. Für die Studie wurden 110 Indikatoren  aus 13 Handlungsfeldern einbezogen; darunter Indikatoren zur Beschreibung der Infrastruktur, wie das Angebot an Ganztagsschulen und KITAs, sowie die Betreuungsrelationen an Schulen. Die Betreuungsbedingungen werden dabei an den Schüler-Lehrer-Relationen, den Unterrichtsstunden, den Klassengrößen sowie den Betreuungsrelationen in Kindergartenstätten und Hochschulen gemessen. Der Erhebung zufolge sind die Betreuungsbedingungen in Thüringen mit Abstand am besten – Schlusslicht der Studie ist Nordrhein-Westfalen.

Wir bereits erwähnt, führt das Bundesland Thüringen die Liste der Länder mit den besten Betreuungsbedingungen an – und das mit einigem Abstand (109,2 Punkte). Auch der zweite und dritte Platz wird mit knapp 95 bzw. 88 Pukten von „neuen“ Bundesländern, nämlich Sachsen und Sachsen-Anhalt, belegt. Auf dem vierten und fünften Platz sind mit einigem Abstand Berlin und Brandenburg gelandet. Der Studie zufolge sind also in den „neuen“ Bundesländern definitiv bessere Betreuungsbedingen vorzufinden als in den anderen Ländern der Bundesrepublik.

Die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg, die sonst im Bildungsmonitor immer auf den vordersten Plätzen zu finden sind, konnten sich in puncto Betreuungsbedingungen nur im Mittelfeld positionieren. Auf den letzten drei Plätzen sind die Bundesländer Niedersachsen mit 46 Punkten, Schleswig Holstein mit 38,5 Punkten und Nordrhein-Westfalen mit enttäuschenden 28,7 Punkten zu finden. In Bezug auf die Betreuungsbedingungen kann dieser Erhebung nach durchaus von einem Ost-West-Gefälle gesprochen werden.

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