Der Semesterbeginn steht wieder kurz bevor und tausende Studenten warten darauf, ihr Studium an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie zu beginnen. Diese Zeit ist geprägt von Aufregung und Vorfreude, aber auch von Orientierungslosigkeit. Die frischgebackenen Studenten erwartet in dieser Zeit nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, sondern zugleich neue Anforderungen, eine neue Stadt, neue Menschen und Lernformen.

Das verändert sich

Die meisten Studenten ziehen zugleich auch zu Hause aus. Das bedeutet das erste Mal ohne die Eltern zu leben in einer meist fremden Stadt. Vorher sucht man eventuell schon eine WG oder ein Zimmer im Studentenwohnheim und muss sich dann nach dem Umzug, der meistens noch von der Familie unterstützt wird, selbst durchschlagen.
Auch in der Uni selbst läuft es nicht mehr so wie in der Schule. Am ersten Tag bekommt man hier in der Regel keinen Stundenplan in die Hand gedrückt und die Räumlichkeiten gezeigt. So etwas muss von nun an von selbst laufen. Online werden Veranstaltungen belegt und man muss sich rechtzeitig zu Prüfungen anmelden.
In der Uni und der Nachbarschaft warten dann viele neue Gesichter auf den Neuling in der Stadt. Die alten Freundschaften aus der Schulzeit bestehen erst mal über das Internet und Telefon und andere Freunde, WG-Mitbewohner oder Kommilitonen, treten nun ins Leben.

„Hilfe, die Veränderungen überfordern mich!“

Natürlich wissen die Universitäten, dass diese neuen Situationen auf die Studenten warten. Deswegen gibt es meistens eine recht gute Vorbereitung für die Erstsemestler. In den Wochen kurz vor Semesterstart (Ende September/Anfang Oktober) finden Orientierungsphasen und Erstsemesterveranstaltungen statt, in denen Infos über Studienplanung und die Räumlichkeiten der Uni gegeben werden. Hier erfährt man teilweise auch, wie man in der Bibliothek ein Buch ausleiht und welche Mensen empfehlenswert sind. In einigen Städten gliedern sich an diese eher formalen Infos auch noch nettere Treffen an, wie etwa Kneipentouren, ein Stadtbummel oder Sightseeing – begleitet von älteren Studierenden.
Diese Veranstaltungen bewirken schon einiges: man lernt andere Erstsemestler kennen, erfährt Wichtiges zum Studium und findet sich zumindest schon halbwegs in der Stadt zurecht.
Weitere Unterstützung bieten Broschüren der Uni, die im Studentenwerk oder bei der Fachschaft bzw. in Service-Büros der Hochschule ausliegen. Darin stehen noch tiefer gehende Informationen über Studium, Prüfungsanmeldungen, Mensen, die Universitätsstadt und alles Weitere.

Augen zu und durch!

Auch wenn die Veränderungen wirklich groß sind und die Veranstaltungen und Broschüren nicht ausreichend Orientierung bringen, sollte man nicht aufgeben. Die Veränderungen und ungewohnten Situationen sind auch wichtig für die eigene Entwicklung. Was zunächst ungewohnt ist, ist spätestens im zweiten Semester in der Regel vergessen, denn bis dahin hat man neue Bekanntschaften geschlossen, sich eingelebt, wird beim Lieblingsbäcker oder im Lieblingscafé schon begrüßt und weiß auch in etwa, wie das Studium funktioniert und was man alles belegen sollte. Dann klappt auch die Stundenplanzusammenstellung fast von alleine.

Wenn dennoch Bedarf nach weiterer Unterstützung besteht, kann man sich auch erneut an die Fachschaft, das Studentenwerk oder Servicestellen der Universität wenden. Die Mitarbeiter stehen meistens mit Rat und Tat zur Seite.

Wenn allerdings gar nichts mehr geht und man sich total überfordert fühlt, dann kann man zur Not immer noch zu Hause anrufen und sich aufmuntern lassen!

 

Bildnachweis@istockphoto.com/YinYang

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