In unserem Experteninterview mit Gregor Lenkitsch sprachen wir auch über Besonderheiten, die es bei einer Bewerbung über einen Personalberater zu beachten gilt.

Gregor Lenkitsch, Experte für Fachkräfte-Recruiting und Personalberatung

Dabei stellte sich  heraus, dass es erst einmal kaum nennenswerte Unterschiede zu einer „klassischen“ Bewerbung“ gibt.
Wichtig ist es, laut Gregor Lenkitsch, sich an die allgemeingültigen Vorgaben zu halten. „Eine gute vollständige Bewerbung besteht immer aus einem Anschreiben, einem lückenlosen Lebenslauf und Kopien der Zeugnisse“, so Lenkitsch.

„Manchmal wundert man sich welche Fehler selbst von Kandidaten gemacht werden die sich auf eine Führungsposition mit Personal- und/oder Budgetverantwortung bewerben. Eine Bewerbung ist Werbung für die eigene Person, wenn man das bedenkt und beachtet macht man schon vieles richtig“, rät der Personalberater.

Unser Experte hat uns deshalb noch einmal die fünf Kardinalsfehler genannt, die es unbedingt bei einer Bewerbung – unabhängig davon, ob sie für einen Personalberater oder ein Unternehmen ist – zu vermeiden gilt:

1.Falsche Anrede:

Egal, ob die Bewerbung an einen Personalberater oder direkt an ein Unternehmen gerichtet ist, man sollte sich die Mühe machen den richtigen Ansprechpartner herauszufinden. Bitte auch unbedingt drauf achten, den Namen richtig zu schreiben.

2.Schlechtes oder kein Foto

Das Äußere gehört dazu. Gerade bei Führungskräften, die auch nach außen hin das Unternehmen repräsentieren müssen kann ein schlechtes Bild bereits dazu führen, dass sie nicht zu einem Gespräch eingeladen werden! Es kommt nicht auf das eigene Aussehen an, sondern vielmehr auf die eigene Präsentation. Man sollte deshalb auf ein gutes Foto achten, das weder unscharf, pixelig noch vergilbt oder verknittert ist. Auch die Kleiderwahl ist enorm wichtig. Für das Bewerbungsfoto gilt, lieber overdressed als zu leger. Ein Urlaubsbild ist nicht die richtige Wahl als Bewerbungsfoto.

3.Bei Bewerbung per Mail

Auf die Mailadresse achten, “schmusikatzi@…” etc. wirkt nicht seriös. Nie die Mailadresse eines Dritten, (Lebens-, Ehepartner, etc.) verwenden. In der heutigen Zeit dürfte es für niemand ein Problem sein, sich eine seriöse Mailadresse einzurichten.

4.Mailanhang

Die Dateien im Anhang einer Bewerbungsmail sinnvoll benennen. “Lebenslauf”, “meine Unterlagen”, usw. sind nicht aussagekräftig. Derartige Dateien erhalten Personalabteilungen mehrfach pro Tag. Der Name und der Inhalt muss immer dazu, z.B. „Bewerbung-MaxMuster_Lebenslauf“.

5.Lebenslauf

Beim Lebenslauf besonders darauf achten, dass keine Lücken im Lebenslauf vorhanden sind (Alles, was über einen Zeitraum von drei Monaten geht, sollte im Lebenslauf auch aufgeführt werden). Hier fragt sich jeder Personaler als erstes, ob etwas verschleiert werden soll. Das gilt übrigens für alle offen fehlenden Bestandteile einer Bewerbung (Bild, Arbeitszeugnisse etc.) Sollte es eine Lücke geben, immer ehrlich und offen damit umgehen. Niemand ist fehlerfrei! Besonders wichtig: Nie Lügen. Kommt eine Lüge im Lebenslauf heraus, kann diese auch nach vielen Jahren noch zur berechtigten fristlosen Kündigung führen.

Wir danken Gregor Lenkitsch für das tolle Interview und die bereitgestellten Informationen!

Recruiting-Experte Gregor Lenkitsch

Gregor Lenkitsch

Experte für Fachkräfte-Recruiting und Personalberatung

Schwerpunkte: Zielsetzungs- und Zielverfolgungsstrategien, Personalsuche, Gesundheitsbranche.

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Bildnachweis: @istockphoto.com/Maliketh

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