Gegen Ende der Schulzeit plagen viele Schüler tausende von Fragen rund um den späteren Beruf. Zur Auswahl stehen über 150 anerkannte Ausbildungsberufe, weitere nicht anerkannte Ausbildungsberufe (ab 18 Jahre) sowie unzählige Studiengänge. Da den Überblick zu behalten ist schwer. Wo Hilfe zu finden ist und wie man der Entscheidung näher kommt soll im Folgenden erläutert werden.

Studienwahl.de – Immer einen Blick wert

Die Seite studienwahl.de bietet einen unglaublich guten Überblick über die Studienmöglichkeiten in Deutschland. Gesucht werden kann über einzelne Studienfelder (Ingenieurwissenschaften, Lehrämter, Medizin, Sozialwissenschaften etc.) und dazu werden alle möglichen Studiengänge aufgelistet, über die man sich im Einzelnen informieren kann. Außerdem werden Studienformen vorgestellt (Universität, Fachhochschule, Duales Studium).

Wer schon genauere Vorstellungen hat, kann auch alle Hochschulen in Deutschland ermitteln, an denen man dieses Fach studieren kann und so genauestens eruieren, was man wo studiert. Bedingung für das erfolgreiche Funktionieren dieser Website ist allerdings, dass man halbwegs weiß, was man will, bzw. sich auf Basis von kurzen und übersichtlichen Informationen für einige wenige Fächer entscheiden kann.Es finden sich aber auch Adressen von Beratungsstellen oder anderen Organisationen rund um die Berufswahl auf dieser Seite.

Angebote der Hochschulen

Wer überhaupt gar keine Ahnung hat, wo es beruflich hingehen soll, dem helfen eventuell Berufsberatungsangebote der Hochschulen. Diese sind natürlich lediglich auf die studierbaren Fächer an der jeweiligen Hochschule begrenzt. Dennoch können die Berater an solchen Stellen sehr gut darstellen, welche Voraussetzungen man für die einzelnen Fächer erfüllen muss, so dass eventuell schon das ein oder andere Fach aufgrund formaler Zulassungsbeschränkungen wegfällt.
Zusätzlich bieten alle Hochschulen Schnuppertage oder Tage der offenen Tür an, an denen sich Schüler einzelne Veranstaltungen der Fächer anhören können. Im Rahmen dieser speziellen Hochschultage kann man also selbst prüfen, ob die Spanisch-Vorlesung besser zu einem passt als die Biotechnologie Einführung und ähnliches.

Praktika

Praktika können ebenfalls sehr gute Einblicke in einzelne Berufe geben. Gerade bei Berufen, deren Inhalt man sich als Schüler noch wenig vorstellen kann: Welche Aufgaben erfüllt ein Mathematiker im Job? Was genau macht eigentlich ein Philosoph nach dem Studium? Welche Abschlüsse haben Journalisten gemacht und wie sieht ihre Arbeit aus? Derartige Fragen lassen sich durch Praktika oder kürzere Hospitationen gut beantworten.

Tests

Manchmal können auch gezielte Testverfahren für die Berufswahl helfen, eigene Stärken zu erkennen und passende Arbeitsfelder zu finden. Einige Berufsfindungstests werden schon an Schulen angeboten, andere gibt es im Netz. Da die Tests jedoch meist kurz und vorhersagbar sind, ist ihr Nutzen eher fraglich. Es gibt aber auch kommerzielle Anbieter sowie Anbieter der Bundesagentur für Arbeit, die ausführliche Berufsberatungen anbieten und auch testen, für welche Bereiche der einzelne Schüler geeignet ist.

 

Bildnachweis@istockphoto.com/AndreasReh

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