Entscheiden Sie, ob Sie sich schriftlich (in Papierform) oder online auf bestehende Stellenangebote bewerben wollen. Natürlich können Sie bei Initiativbewerbungen auch zunächst telefonisch beim Unternehmen anfragen, ob Vakanzen bestehen, bzw. versuchen wichtige Informationen zum Unternehmen einzuholen. Rechnen Sie jedoch nicht gleich mit Begeisterungsstürmen seitens Ihres Gesprächspartners. Häufig bekommen Sie Rückmeldung „Ja, Sie können uns Ihre Bewerbungsunterlagen gerne zukommen lassen“. Nicht immer ist damit echtes Interesse gemeint. Manchmal möchte Ihr Gesprächspartner nur das Ende des Gesprächs damit einleiten.

Veröffentlicht werden beim Erfolg verschiedener Bewerbungsformen leider immer nur statistische Kennzahlen. Den größten Erfolg bei Bewerbungen haben Sie, wenn Sie sich auf Empfehlung eines Mitarbeiters/Geschäftspartners des Unternehmens bewerben können. Fragen Sie sich also, wen Sie im Bewerbungsprozess hilfreich und unterstützend einschalten können?

Soziale Netzwerke nutzen

Wollen Sie soziale Netzwerke nutzen? Gibt es z. Bsp. Interessensgruppen, in denen Sie neue für die Stellensuche wichtige Kontakte knüpfen können? Häufig werden in diesen Interessensgruppen oder Fachforen Termine mit Seminaren oder Fachvorträgen angekündigt. Haben Sie schon mal daran gedacht, Fachvorträge zu besuchen, um in den Pausen Gesprächspartner kennen zu lernen, die Ihnen weiter helfen können? Natürlich kostet es etwas Mut, völlig fremde Menschen einfach anzusprechen und Sie nach Ihrer Tätigkeit in einem Unternehmen zu befragen. Doch welcher Gesprächspartner erzählt nicht gerne von seinem Job?

Andere Art der Arbeitsprobe: Der eigene Blog

Haben Sie eine eigene Internetseite oder einen Blog, um wichtige Informationen für den zukünftigen Arbeitgeber zu liefern, die über die klassische Bewerbung hinausgehen? Auch Präsentationen auf den entsprechenden Plattformen können eine gute Gelegenheit für eine Arbeitsprobe von Ihnen sein. Egal, ob Sie Informatiker sind, in einer Werbeagentur arbeiten wollen oder als Texterin oder Fotografin auf der Jobsuche sind – es gibt noch viele Berufe mehr, für die es hilfreich sein kann, wenn Sie eine Art Arbeitsprobe für Ihren potentiellen Arbeitgeber in Form einer eigenen Internetseite oder eines Blogs im Netz hinterlegen. Achten Sie dann jedoch darauf, dass alle Informationen auf Ihrer Internetseite aktuell sind bzw. neuere Artikel in ihrem Blog eingepflegt wurden.

Haben Sie im Gegenzug dazu alle Online-Fotos oder Beiträge von Ihnen, die sie möglicherweise in kompromittierender Weise zeigen oder über Sie berichten, gelöscht? Googlen Sie doch mal Ihren Namen und suchen Sie nach Informationen über sich selbst im Netz. Auch Personaler oder Unternehmer holen sich Informationen Ihrer Bewerber aus dem Netz. Sorgen Sie dafür, dass es in der Bewerbungsphase die richtigen Informationen sind.

Jobcoach Susanne Gehring

Jobcoach Susanne Gehring

Expertin für Jobcoaching

Schwerpunkte: Jobcoaching, Bewerbungstraining, Seminare und Recruiting.

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Bildnachweis: derateru/pixelio.de; AllSilhouettes.com/pixelio.de; Silvrshootr/istockphoto.com

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