StatistikIn diesem Jahr wird von der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) erstmalig der „Friedrich-Edding-Preis“ für Berufsbildungsforschung verliehen. Mit diesem Preis sollen künftig im zweijährigen Turnus herausragende Dissertationen aus wissenschaftlichen Fachgebieten ausgezeichnet werden, die sich mit aktuellen Fragen der Berufsbildung beschäftigen. Die eingereichten Dissertationen sollten einen hohen Praxisbezug aufweisen und mehrere disziplinäre Ansätze integrieren. Arbeiten mit theoretischen oder mit empirischen Schwerpunkten können eingereicht werden. Bewerbungsschluss für den Friedrich-Edding-Preis ist der 30. Juni 2012. Der Preis wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Fachtagung des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) im Herbst 2012 verliehen. Die eingereichten Dissertationen werden von einer unabhängigen Jury beurteilt, der Professorinnen und Professoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und unterschiedlichen Universitäten aus Deutschland und der Schweiz angehören.

Für eine Bewerbung sind folgende Unterlagen in dreifacher Ausführung an die u.g. Adresse zu schicken:

  • Bewerbungsschreiben mit Begründung
  • Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeit (max. 2 Seiten)
  • Eventuell bereits erfolgte Veröffentlichungen auf Grundlage der Arbeit
  • Dissertation (gegebenenfalls kann sie auch als pdf-file eingereicht werden)
  • vorliegende Gutachten
  • Erklärung, ob eine Veröffentlichung der Arbeit auf den Internetseiten der AGBFN gewünscht ist
  • Lebenslauf

Der Namensgeber für diesen neuen Bildungspreis ist der Wissenschaftler Friedrich Edding (1909-2002), dem langjährigen Direktor des Berliner Max-Planck-Instituts und Professor für Bildungsökonomie an der Technischen Universität Berlin. Ein Leitsatz Eddings lautete: „Arbeit bildet!“. Der Betonung und Überschätzung der allgemeinen Bildung setzte er die Bildungswirksamkeit praktischer Tätigkeit entgegen: „Die Verknüpfung von Bildung und beruflicher Praxis war für ihn nicht nur ein Bildungsideal, das er mit großem politischem Engagement verfolgte. Er verstand auch Wissenschaft als kulturell bestimmtes Widerspiel von Theorie und Praxis mit Blick auf Praxis“ , sagt Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft.

Bundesinstitut für Berufsbildung
Dr. Christina Widera
Robert Schuman Platz 3
53175 Bonn
E-Mail: widera@bibb.de

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