Flexibilität in der Weiterbildung hat von je her einen hohen Stellenwert. Wer sich neben dem Beruf im Alltag fortbilden möchte, aber zeitlich nicht über die Kapazitäten verfügt, der braucht Alternativen. Im Rahmen von Fernstudiengängen greifen immer mehr Universitäten auf die Lernplattform Moodle zurück. Diese von Martin Dougiamas im Jahre 1999 entwickelte Plattform bietet Weiterbildenden beispielsweise wichtige Werkzeuge für das Fernstudium an. Das Portal Hauptsache Bildung stellt im Rahmen seiner Themenwoche Möglichkeiten und Vorteile dar.

Moodle – Lernen mit System

moodleJeder kennt heute die Bedeutung von sozialen Online-Netzwerken wie Facebook. Viele Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen formieren sich hier als Gruppe und tauschen aktuelle Informationen aus. Moodle stellt ähnliche Funktionen zur Verfügung und ist eine kostenlose Software, die unter der Voraussetzung einer Datenbank wie PHP (MySQl oder PostgreSQL) installiert werden kann. Die Fernuniversität Hagen und anderer Universitäten bieten entsprechende Serverkapazitäten und Dienste an. Das Programm gibt den Dozenten und Studierenden aber auch eine Reihe weiterer Möglichkeiten an die Hand. Neben Blog-Funktionen können sie über Moodle auch Skripte und Präsentationen erstellen. Gleichermaßen lassen sich didaktisch sinnvolle Einheiten in Chats diskursiv erarbeiten.

Der visuelle Kursraum als interaktive Lerneinheit

Mit Zusatzmodulen können über Moodle individuelle Lernpläne erstellt werden, die den Weiterbildenden schnell helfen. Einzelne Lernlektionen werden im System bereits angelegt. Neben der zeitlichen Flexibilität, die die Studenten genießen, sorgen Multiple-Choice-Testmodule für eine entsprechende Rückmeldung. Lernfortschritte lassen sich damit bequem messen. Ein Nachteil ist allerdings, dass in Moodle erstellte Dateien und Präsentationen größtenteils nicht exportiert werden können.

Mit ihren interaktiven Lerneinheiten, die regelmäßig didaktisch ergänzt werden, stellt diese Plattform aber eine wirkliche Alternative dar. Und es spricht für sich, dass immer mehr traditionelle Universitäten auf Moodle  zurückgreifen und in der Plattform eine sinnvolle Ergänzung ihres Präsenzunterrichts sehen (wie z. Bsp. die Uni Heidelberg oder die Uni Münster). Das System hält auch für Programmierer noch Weiterentwicklungsmöglichkeiten offen und ist in seinen Möglichkeiten längst nicht noch ausgereizt.

Tipp:

moodleWer mehr über Moodle wissen möchte, der kann sich übrigens vom 13. März bis zum 16. März 2012 in Münster in bestimmten Themenseminaren noch genauer über die einzelnen Anwendungen informieren( http://moodlemoot.moodle.de/).

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