Viele Unternehmen möchten ihren Mitarbeitern in Zukunft mehr Flexibilität zusprechen und mehr Freiräume in der Arbeitszeitgestaltung ermöglichen. Tatsächlich gibt es mittlerweile das ein oder andere große Unternehmen, das vermehrt auf flexible Arbeitszeitmodelle setzt, wie zum Beispiel der Maschinenbauer Trumpf oder die Commerzbank (Aktueller Artikel hierzu: zenpop)

Aber auch einige kleine und mittelständische Unternehmen bauen ihr Angebot für ihre Mitarbeiter aus und versuchen ihnen mehr Freiräume in der Arbeitszeitgestaltung zu ermöglichen. (Bsp. Perbit)

Eine Untersuchung des Bundesamtes für Statistik zeigt allerdings deutlich, dass der überwiegende Teil der deutschen Arbeitnehmer immer noch in einem Arbeitszeitmodell mit starren Anfangs- und Endzeiten angestellt ist. 58,1 % der abhängig Beschäftigten arbeiten in ihrer Haupttätigkeit in diesem Arbeitszeitmodell. Insbesondere in Bereichen wie das Gesundheits- und Sozialwesen (73,2 %), Verkehr und Lagerei (70,3 %) und im Gastgewerbe (69,4 %) liegen die Zahlen der im starren Arbeitszeitmodell Beschäftigten zudem deutlich höher. Durch vorgegebene Öffnungs- und Betreuungszeiten oder feste Produktionsvorgaben können Arbeitnehmer hier ihre Arbeitszeiten kaum flexibel gestalten.

Für 24,1 % der Arbeitnehmer besteht zumindest die Möglichkeit mittels eines Arbeitszeitkontos ihre Arbeitszeit, mit Einhaltung einer Kernarbeitszeit, relativ flexibel zu gestalten. Besonders in den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen und der öffentlichen Verwaltung kann durch die Anwendung dieses Zeitmodells die eigene Arbeitszeit individuell gestaltet werden.

Rund 51,8 % der Beschäftigten in den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen und 45,0 % der Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung nutzen so eine flexible Arbeitszeiteinteilung.

Nach Berufsgruppen sind übrigens Führungskräfte mit 67,2 % die Arbeitnehmer mit der häufigsten Nutzung von flexiblen Arbeitszeitmodellen. Im Gegensatz dazu können Anlagen- und Maschinenbediener (15,7 %) am seltensten eine flexible Arbeitszeitgestaltung für sich in Anspruch nehmen (Quelle: Statistisches Bundesamt).

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