Deutschlands Wirtschaft boomt. Die Exporte bleiben auf einem hohen Niveau. Viele große Unternehmen haben ihre Auftragsbücher für die nächsten Jahre gefüllt. Im Zuge der Internationalisierung und Globalisierung geht schnell unter, dass auch die Belegschaft in Deutschland multikultureller wird. Erst allmählich beginnt man in den Führungsetagen zu begreifen, wie viel Potential die Menschen mit ausländischem Herkunftskontext den Unternehmen bieten. Neben mitunter exotischen Sprach- Länderkenntnissen bringen sie häufig auch ein anderes Denken in die Unternehmenskultur ein. Ein Verständnis für andere als herkömmliche Problemlösungen will jedoch gelernt sein. Interkulturelle Weiterbildungsmaßnahmen, die sich mit der kulturellen Vielfalt in der Belegschaft auseinander setzen, können einen wirklichen  Mehrwert für die Unternehmen darstellen.

Training mit Köpfchen

Für das betriebsinterne Verständnis und eine optimierte Verständigung im Unternehmen arbeiten interkulturelle Beratungsunternehmen und Trainer zunehmend mit Fallstudien, die auf spezifische Problemlagen des Unternehmens zugeschnitten sind. Optimal ist, wenn Führungspersonen sich an den Aufgaben der Planspiele für die multikulturelle Belegschaft beteiligen. Neben der besonderen Motivation springen dabei meist überraschende Ergebnisse heraus, die selbst von den Entscheidern zuvor nicht gesehen wurden. Die Lösung unter einem Ideenmanagement, das alle Ansätze einbezieht und miteinander verknüpft, stärkt nicht nur den Teamgeist, sondern kann auch zu einer neuen Unternehmensidentifikation führen. Es ist dabei bekannt, dass westeuropäische Mitarbeiter Problemlösungen eher hierarchisch angehen, während Mitarbeiter aus asiatischen Ländern die Aufgabenstellungen ganzheitlich sehen und folglich zu anderen Ergebnissen kommen. Im Querschnitt lassen sich nach Auswertung der Trainingsmaßnahmen häufig aber auch innereuropäische Unterschiede feststellen. Die Vielfalt der Lösungskompetenzen, die die einzelnen Mitarbeiter einbringen, zeigt sich vor allem darin, dass Zeitfaktoren, betriebsorientierte Strukturen oder auch marktrelevante Punkte unterschiedliche Gewichtungen erfahren.

Cross-Cultural-Learning als Horizonterweiterung

Interkulturelle Weiterbildungsmaßnahmen in größeren Unternehmen, die die Verbesserung der internen Kommunikation zum Ziel haben, sind besonders für Schnittstellenbereiche sinnvoll. Es ist kaum messbar, wie viel Wissen durch ein mangelndes Verständnis anderer Kulturen nicht abgerufen wird. Interkulturelle Fortbildungen können dafür ein gewinnbringender Sammelpunkt sein. Diese lokalen Ressourcen lassen sich mit durchdachten Konzepten und Strategien in der Weiterbildung gut erschließen.

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Interkulturelles Lernen in Unternehmen- Neue Strategien der Weiterbildung im 21. Jahrhundert, 10.0 out of 10 based on 1 rating