Eine Woche lang steht das Thema „Werte“ im Fokus unserer Aufmerksamkeit  und sorgt  für Gespräche und Diskussionen mit Experten und Fachleuten. Dazu werden wir auch das mit Manuela Starkmann geführte Interview in mehreren Serienteilen hier auf dem Blog veröffentlichen. Im 2. Teil ging es dabei  um Werte und Wertschätzung in Unternehmen.

Heute sprachen wir mit unserer Expertin und Initiatorin Manuela Starkmann, Coach und Guide für Lebenszeitmanagement, Burnoutvorbeugung und Persönlichkeitsweiterentwicklung über Werte und Familie und Erziehung.

Warum glauben Sie, ist es so wichtig, dass in der Familie Werte gelebt und vermittelt werden, wozu brauchen unsere Kinder Werte?

Starkmann: Werte sind für mich eine Basis, ein Gerüst. Ich glaube, dass der Mensch, der von klein auf Werte vorgelebt bekommen und somit auch selbst gelebt hat, in jeder Hinsicht klarer, orientierter, glücklicher, gesünder und erfolgreicher ist.

Für kleine Menschen sind Werte eine wundervolle Leitplanke, innerhalb der sie sich geschützt bewegen und entwickeln können, um dann ein werteorientierter großer Mensch zu werden, der vielleicht sein Sein wiederum an die eigenen Kinder weitergibt.

Wie können auch kleinen Kindern schon Werte im Familienumfeld vermittelt werden?

Starkmann: In dem  sie vorgelebt werden! Man stelle sich vor: Eltern sagen ihren Kindern, sie sollen ordentlich essen, essen aber selber, im Sinne guter Manieren, furchtbar. Was wird passieren? Werden die Kinder dem gehörten Wort folgen? Nein! Sie werden das tun, nachahmen, was ihnen gezeigt, vorgelebt wird.

Gut, das setzt nun voraus, dass alle großen Menschen in der Klarheit ihrer Werte leben. Denn es gibt überall kleine Menschen, das müssen ja nicht die eigenen Kinder sein, denen man vorleben darf, ein werteorientierter Mensch zu sein. Ist das stimmig, wahrhaftig – Kinder haben dafür eine sehr ehrliche Antenne – werden sie es nahmachen. Ganz einfach.

Wie kann so etwas praktisch in unseren Familienalltag eingebunden werden?

Starkmann: Ich finde meine vorgenannte Übung „Werde Dir Deiner Werte bewusst“ hilfreich. Wenn man eine, in dem Fall geistige, Inventur gemacht hat, weiß man, was man „hat“ und was gegebenenfalls noch „besorgt“ werden darf.

Zweitens: Achten Sie die Weisheit von Kindern. Ich bin immer wieder hin-und-weg-berührt, wenn ich die „Zwerge“ beobachte. Die sind so schlau.Nur bekommen sie in unserer Gesellschaft nicht den Stellenwert, den sie haben sollten.

Drittens: Lernen Sie von Kindern. Sowohl durch beobachten als auch durch Fragen stellen sowie Fragen stellen lassen. Fragen ist nicht dumm! Fragen ist schlau, es erweitert den Horizont, lässt einen die (Werte-)Welt des anderen verstehen. Fördern Sie das Fragen-stellen der Kinder, lernen Sie daraus und geben Sie aus vollem, tiefen Herzen wieder zurück, was Sie bekommen haben.

Viertens: Leben, vorleben, Spaß haben.

Tipp: Morgen gibt es hier den vierten  Teil unseres großen Experteninterview mit Manuela Starkmann, in dem es um Werte und Gesundheit  geht.

Coaching-Expertin Manuela Starkmann

Manuela Starkmann

Experte für Guiding
und Coaching

Schwerpunkte: Burnoutvorbeugung, LebensZEITmanagement und Guiding, Vertriebscoaching und Bewusstseinserweiterung.

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