In unserer Themenwoche möchten wir vor allem auf die Prävention von Burnout eingehen – denn das soll ja schließlich das Ziel sein: Vorbeugung statt Behandlung. Nicht nur Unternehmen sollten Vorsorgemaßnahmen treffen, auch jeder einzelne kann etwas für sich tun.

Prävention ist für alle Menschen gleichermaßen sinnvoll und kann vor einer Erkrankung schützen. Dabei ist es nämlich eigentlich gar nicht so schwer,  sich wieder stärker vom „höher, schneller, weiter“ zu lösen und das eigene Frühwarnsystem zu aktivieren.

Wir haben deshalb noch einmal vier Maßnahmen zur eigenen Burnout-Vorbeugung zusammengestellt, die jeder für sich selbst und jederzeit verfolgen kann.

Prävention durch Selbsterkennung

Wieso nicht einmal bewusst in sich gehen und auf die eigenen Gefühle hören? Den inneren Perfektantreiber erkennen und Stressquellen entlarven. Man muss keinesfalls immer mehr wollen und noch mehr leisten, niemand muss sich zur Überforderung antreiben. Niemand muss und kann perfekt sein. Und auch das Machen von Fehlern gehört zum Leben dazu.

Wer sich aber selbst kennt, wem klar ist, was Stress verursacht, der kann ihn nicht nur bewältigen, sondern erkennt vielleicht auch (falsche) Verhaltensmuster, die langfristig ganz abgestellt werden können.

Prävention durch Bedarfsanalyse

Auf sich und seine Gefühle zu hören, bedeutet aber auch seine Grundbedürfnisse kennen. Um die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu wissen und sich selbst Aufmerksamkeit schenken. Sich einmal selbst die Frage zu stellen, wie zufrieden ist man eigentlich in seinem Leben?

Die eigenen (Lebens)Ziele bewusst verfolgen. Denn nur wer weiß, was er will, der kann seinen Zielen auch näher kommen und kann zufrieden (mit sich) sein.

Prävention durch das Setzen von Grenzen

Sich selbst kennen und auf sich selbst hören, heißt auch Grenzen setzen. Denn wenn wer stetig über die eigenen Kraftressourcen hinausgeht, das Tempo dauerhaft übereilt, der wird irgendwann völlig erschöpft zusammenbrechen. Wer seine eigenen Grenzen kennt und akzeptiert, der läuft nicht Gefahr sich zu überfordern oder überfordern zu lassen.

Lernen „Nein“ zu sagen – nicht nur zu anderen, sondern auch zu sich selbst.

Prävention durch Zeitmanagement

Wer auf sich hört, der wird auch lernen, Zeit für sich zu nehmen. Zeit, seine innere Balance auf körperlicher, emotionaler und mentaler Ebene zu festigen. Nicht länger durch Job, Freizeit, durchs eigene Leben hindurch „hetzen“.

Wer nicht nur seine Arbeitszeit versucht ständig zu optimieren, sondern darüber hinaus auch anfängt, seine Lebenszeit bewusster zu planen, der wird sich auch Ruhe, Entspannung und Zeit gönnen.

Bildnachweis: @istockphoto.com/PeskyMonkey

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Prävention statt Behandlung: Was können wir für uns selbst tun?, 8.0 out of 10 based on 1 rating