Nicht nur die „arbeitende Bevölkerung“, sondern auch Studenten sind immer häufiger vom Burnout-Syndrom betroffen. Ein gewisser Stress im Studium ist natürlich normal, allerdings sollten auch bei Studenten die Alarmglocken läuten, wenn der Stress zum Dauerzustand wird.

Immer öfter greifen deswegen viele von ihnen sogar zu Medikamenten (z.B. Ritalin) und Nahrungsergänzungsmitteln (z.B. Ginkgokapseln), um dem Stress des Studiums Stand zu halten und/oder leistungsfähiger zu werden. Statistiken belegen, dass gerade junge Menschen unter Burnout oder Depression leiden. Fast jeder zweite, bei dem eine Depression erstmals diagnostiziert wird, ist unter 32.

Es gibt jedoch ein paar Regeln, die man einhalten kann, um den Stress im Studium zu minimieren. Fünf davon haben wir hier für euch zusammengestellt:

1. Nicht zu viele Veranstaltungen wählen

Es ist zwar lobenswert, mehr zu belegen als man belegen muss und zusätzliche Seminare können auch sicher spannend sein, besonders wenn sie interdisziplinär angelegt sind. Dennoch sollte man im Auge behalten, dass man nicht zu viele Veranstaltungen belegt und außerdem auf die Verteilung über die Woche achtet. Für viele Studenten ist es angenehmer, wenige Tage zu haben an denen sie dann aber mehrere Veranstaltungen besuchen, als jeden Tag für je nur ein Seminar zur Uni zu müssen.

Wenn man Veranstaltungen außerhalb der Studienordnung bzw. zusätzliche Seminare besuchen möchte, sollte man lieber ein Semester dranhängen, um dennoch gute Leistungen bringen zu können und sich vor Burnout zu schützen.

2. Großzügige Zeitplanung für Lernphasen und Hausarbeiten

Fast jeder Student kennt die Phasen, in denen er undiszipliniert ist und wichtige Aufgaben immer wieder aufschiebt. Eine gute Zeitplanung ist aber besonders wichtig um Stress zu vermeiden. Hausarbeiten und Klausurvorbereitungen sollten deshalb gut und großzügig geplant sein. Es sollte viel Zeit eingerechnet werden, damit man auch mal einen Tag Pause machen kann, wenn im Sommer der Badesee ruft oder man krank wird. Außerdem kann man, wenn man gut in der Zeit liegt ggf. sogar noch zusätzliche Korrekturen oder Wiederholungen in die Arbeit einbauen. So wird am Ende auch das Ergebnis entsprechend besser.

3. Studieren, was Spaß macht

Stress entsteht oft auch dadurch, dass man sich nicht wohl fühlt und nicht voller Überzeugung hinter einer Sache steht. Das Studienfach sollte demnach gut gewählt sein und man kann sich durchaus auch mal einen Wechsel erlauben. Wenn man mit Freude bei der Sache ist, studiert es sich gleich viel leichter und Stress hat kaum eine Chance.

4. Der richtige Nebenjob

Die meisten Studenten müssen neben dem Studium noch Geld verdienen und jobben deshalb. Aber auch der Nebenjob kann Stress bedeuten. Die Stunden, die man nebenbei arbeitet sollten unbedingt begrenzt sein und eine möglichst flexible Zeitgestaltung ermöglichen. So kann man eventuell in den Semesterferien mehr arbeiten und in Klausurphasen weniger. Oder man sucht sich einen Job an der Uni, um sich Anfahrtszeiten zu sparen und somit mehr arbeiten zu können ohne mehr Stress zu haben. In stressigen Zeiten sollte außerdem lieber der Job zurücktreten als das Studium, da auch schlechte Prüfungsergebnisse Stress bedeuten können.

5. Freizeit fest einplanen

Auch wenn man die vorherigen Regeln befolgt und Studium und Job gut plant und stressfrei gestaltet, ist es zusätzlich wichtig, auch freie Zeiten einzurichten. Unabhängig vom Wochentag sollten insgesamt zwei Tage pro Woche vollständig frei sein, um etwas mit Freunden zu unternehmen und abzuschalten. Außerdem sollte die Arbeitszeit pro Tag nicht länger als 10 Stunden umfassen (inklusive Lernzeit). Auch wenn der ein oder andere das Gefühl haben mag, dass so gar nicht alle Studienanforderungen zu schaffen sind, sollte man dies einhalten, da man effizienter, schneller und qualitativ besser arbeitet, wenn es eben keinen Dauer-Stress im Studium gibt! 😉

 

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