Nach einer Studie im Auftrag des Reemtsma Begabtenförderungswerk sind gut zwei Drittel der Studenten mit ihren Studienbedingungen in Deutschland zufrieden. Schon zum vierten Mal führte das Institut für Demoskopie Allenbach die Befragung unter Studenten durch. Die Umfrage widmete sich insbesondere den Studienbedingungen und beruflichen Perspektiven von Studierenden.

Grundsätzlich zeigen die Studienergebnisse, dass trotz des deutlichen Anstiegs von Erstsemestern durch die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen und dem Wegfall der Wehrpflicht und des Zivildienstes, keine nennenswerte Verschlechterung der Studienbedingungen zu beobachten ist. Insgesamt stieg zum Wintersemester 2011/2012 die Zahl der Studienanfänger um 16 Prozent, in den Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen um 32, bzw. 22 Prozent.

Aber obwohl deutlich mehr Studenten mittlerweile in Deutschland studieren, bleibt die Zufriedenheit unter ihnen annähernd gleich. Über zwei Drittel (66 Prozent) der befragten Studenten empfinden ihre Studienbedingungen gut bis sehr gut – das sind nur wenige Prozentpunkte weniger als im Vorjahr (im Vergleich: 2011 betrug die Anzahl 74 Prozent). Nur wenige Studenten (insgesamt 24 Prozent) sind der Meinung, dass die Studienbedingungen „weniger gut“ (20%), bzw. „gar nicht gut „ (4%) sind. Das sind gleichviele wie im Vorjahr.

Insgesamt lässt sich also zusammenfassen, dass das befürchtete Chaos und die Überflutung der Hochschulen offensichtlich ausgeblieben sind. Vorhergesagte Massenveranstaltungen in Kinosälen oder Mensen konnten also größtenteils verhindert werden. Besonders dank des Hochschulpakts von Bund und Ländern, der zusätzliche Milliarden für den Ausbau der Hochschulen vorsieht, waren die Universitäten gut auf den großen Studentenandrang vorbereitet und konnten die Qualität der Studienbedingungen in Deutschland halten.

Die gesamte Studie steht unter begabtenfoerderungswerk.de/studie als PDF-Download zur Verfügung.

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