Der Fernunterricht spielt in Bezug auf das lebenslange Lernen eine immer größere Rolle. Neben anderen berufsbegleitenden Bildungsalternativen, wie die Abendschule oder Volkshochschule (VHS), überzeugt das Fernstudium vor allem durch seine hohe Flexibilität. Bei einem Fernstudium können die Studierenden lernen wo immer und wann immer sie wollen. Auch das Lernpensum und die Studienzeit sind relativ frei einteilbar. Kein Wunder also, dass die Teilnehmerzahlen im Fernunterricht seit 1983 fast kontinuierlich gestiegen sind.

Das Forum DistancE-Learning hat im August 2010 die nachfolgende Statistik veröffentlicht, welche die Teilnehmerzahlen im Fernunterricht von 1983 bis 2009 abbildet:

anzahl_fernstudenten

Während 1983 nur circa 81.000 Teilnehmer an einem Fernkurs teilnahmen, waren es sieben Jahre später schon fast doppelt so viele. Bis zum Jahr 1997 gingen die Teilnehmerzahlen fast um ein Drittel zurück. Diese Tatsache ist aber nicht darauf zurückzuführen, dass die Studierenden in dieser Zeit die Lust am Fernstudium verloren hätten. Anfang der 90er Jahre waren die Anmeldezahlen für Fernkurse, bedingt durch den „Run“ der Menschen aus den neuen Bundesländern auf diese Bildungsmethode, extrem angestiegen und haben sich danach lediglich wieder auf ein normales Maß eingependelt.

Ab 1997 war wieder ein kontinuierlicher Anstieg der Teilnehmerzahlen zu beobachten und bis zum Jahr 2006 hatten sich die Anmeldezahlen verdoppelt. Bis 2009 stiegen die Anmeldezahlen auf fast 260.000 Teilnehmer an. Ein Blick auf die ständig steigenden Qualitäts- und Qualifikationsansprüche auf dem Arbeitsmarkt lässt vermuten, dass die Teilnehmerzahlen im Fernunterricht auch in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden.

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