Viele Beschäftigte sind mit ihrer abgeschlossenen ersten Ausbildung unzufrieden und würden gerne einen anderen Beruf ausüben. Doch welcher Weg ist hier der richtige? Eine zweite Ausbildung beginnen oder lieber eine Umschulung anstreben?

Wir stoßen in den Foren immer wieder auf dieselben grundlegenden Fragen, wenn es darum geht, sich zwischen einer schulischen Ausbildung und einer Umschulung zu entscheiden. Welcher der beiden Wege macht mehr Sinn? Und in welchen Fällen? Dazu haben wir als Interviewpartner Frau Beatrix Boldt, Leiterin des Bereichs „Berufliche Bildung“ bei FORUM Berufsbildung, gewinnen können. FORUM Berufsbildung ist ein freier und gemeinnütziger Bildungsträger, der sich insbesondere für eine praxisnahe und teilnehmerorientierte Weiterbildung in Berlin einsetzt.

Bei der Frage, ob die Betroffenen eine zweite Ausbildung beginnen oder lieber eine Umschulung anstreben sollen, antwortet Frau Boldt, dass es hierbei natürlich sehr auf den Einzelfall ankommt: „Wenn jemand z.B. bereits einen kaufmännischen Berufsabschluss hat und nur in eine andere Branche wechseln möchte, so reicht hier häufig auch eine branchenspezifische Fortbildung. Will ein Bürokaufmann beispielsweise in die Immobilienbranche wechseln, so kann er in wenigen Monaten das immobilienspezifische Wissen hinzulernen und muss nicht die gesamte kaufmännische Ausbildung erneut durchlaufen. Anders ist dies allerdings bei Berufsbildern, wo es rechtliche Vorschriften gibt, die einen ganz speziellen Abschluss notwendig machen, wie im Steuerfach, bei Anwaltskanzleien oder medizinischen Berufen. Hier führt der Weg in eine qualifizierte Berufstätigkeit im Wunschbereich zwangsläufig über einen neuen anerkannten Berufsabschluss.“

Das ganze Interview befindet sich auf Ausbildung Total, dem großen Portal für schulische Ausbildungen in Deutschland.

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