Im Dezember 2010 befragte die Hochschul-Informations-GmbH fast 8.000 Studenten, wie sie den Leistungsdruck während des Studiums ausgleichen. Die Studie wurde im Rahmen der Erhebung „Formen der Stresskompensation und Leistungssteigerung bei Studierenden“ via Online-Befragung durchgeführt und im Januar 2012 veröffentlicht. Ein Ergebnis der Studie das nachdenklich stimmt, ist dabei, dass 2,5-3,1% der Studierenden Mittel zur Beruhigung oder zur Leistungssteigerung einnehmen, um den Stress bei ihrem Studium zu kompensieren.

Die beliebteste Tätigkeit für den Ausgleich von Leistungsdruck im Studium, ist das Treffen von Freunden und Bekannten. Es scheint also auf jeden Fall hilfreich zu sein, wenn Studierende über ihren persönlichen Stress reden. Für 62,9% der Befragten ist Schlafen ein beliebter Ausgleich. 57,6% der Studierenden treiben Sport, um den Stress während des Studiums auszugleichen. Mehr als die Hälfte der Befragten sehen fern oder gehen ins Kino als Gegenpol zum Studienstress.

An fünfter und sechster Stelle kommen entspannende Tätigkeiten wie Sauna, Wellness oder Lesen. Fast jeder dritte Studierende kocht gerne als Ausgleich zum Studium, das dürfte sicher den jeweiligen Partner freuen. Gewohnheiten, die sekundär meist weniger erfolgreich sind, zum Beispiel die Einnahme von Medikamenten oder  Alkoholgenuss, werden immerhin noch von 1,5% bis 3,9% der befragten Studierenden zur Stressreduktion eingesetzt.

Am Ende kann jeder Mensch nur für sich selbst entscheiden, was am besten seiner Entspannung dient. Kommunikation, ein gutes soziales Umfeld, Sport und entspannende Tätigkeiten dürften sich jedoch für den Großteil der Studierenden besser zum Ausgleich eignen als pharmazeutische Produkte.

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