Immer mehr junge Menschen studieren. Gleichzeitig wird die Zahl der Studienfachwechsler und der Abbrecher immer höher. Häufig machen sich die angehenden Studierenden zu wenig Gedanken über ihre Wünsche bezüglich ihrer beruflichen Ziele und Perspektiven.

In aller Regel ist ein Besuch bei der Studienberatung hilfreich. Angeboten werden diese Beratungen von den Bundesagenturen für Arbeit. Was man dort bekommt sind Antworten auf so allgemeine Fragen wie: Welche Anforderungen muss ich erfüllen um ein bestimmtes Fach studieren zu können? Gibt es für mein Fach Eignungstests oder einen numerus clausus? Sind Vorkurse oder Praktika verpflichtend? Wie lang sind etwaige Wartesemester? Wer sicher gehen möchte, dass er die Anforderungen eines spezifischen Faches erfüllt kann sogar an einem studienfeldbezogenen Test teilnehmen. Dazu prüft der Psychologische Dienst der Bundesagentur die eigenen Fähigkeiten in einem zwei- bis dreistündigen Test. Für die Ingenieurswissenschaft etwa werden Bereiche wie räumliches Denken, mathematisches Verständnis und Ursache-Wirkungsprinzipien analysiert.

Wer sich aber noch nicht sicher ist, ob der gewählte Studiengang auch zu den eigenen Fähigkeiten passt und welche Ziele man sich mit einem solchen Studium setzen kann, der hat die Möglichkeit, zusätzliche Beratungsangebote wahrzunehmen. Die Universität Bochum etwa hat ein eigenes Beratungstool für angehende Studierende entwickelt. Das Borakel, wie es heißt, bietet Fragebögen und Leistungstests, anhand derer man etwas über seine Fähigkeiten in der Arbeitsweise, im Umgang mit anderen, über die eigenen persönlichen Leistungsmerkmale und Motivationen erfahren kann.

Eine weitere, etwas kostspieligere Variante, ist eine professionelle Studienberatung. Diese wertet in diagnostischen Verfahren, psychologischen Übungen und Interviews die eigenen Interessen, Fähigkeiten und Begabungen aus. Daneben werden nicht nur die kognitiven Fähigkeiten untersucht, sondern auch die individuellen Talente und emotionale Begabung. Für soziale Berufe ist Letzteres von besonders großem Wert.

Das Profiling Institut in Düsseldorf etwa bietet private Studienberatung bereits ab der 11. Klasse an. Mit den Schülerinnen und Schülern wird geklärt, wie es nach der Schule weitergehen soll, wo die individuellen Fähigkeiten liegen und welche Berufswünsche sie verfolgen. Als Ergebnis dieser Beratung werden konkrete Empfehlungen für Studienfächer geliefert. Auch als Bachelorabsolvent, Master oder Studienabbrecher kann man auf die Beratung zurückgreifen, um frühzeitig die Weichen für die eigene Karriere zu stellen. Das Profiling Institut arbeitet mit Einzelcoachings, bei dem ein umfassendes individuelles Begabungsprofil erstellt wird. Am Ende jeder Beratung steht die Auswertung in Form eines ausführlichen Gutachtens. Darin enthalten sind konkrete Vorschläge zur Studien- und Berufswahl. In der Nachbesprechung bekommt man zusätzlich genaue Handlungsanweisungen, wie die einzelnen Schritt von Bewerbung bis zur Einschreibung zu handhaben sind.

Bedenkt man einmal, wie teuer ein Studium in der Regel ist, ist eine bestimmte Sicherheit in Bezug auf die Studienwahl äußerst ratsam. Ob nun ein Einzelcoaching notwendig ist oder ein Kurztest über das Internet ausreicht, muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist, dass es zu den allgemeinen bekannten Beratungen der Universitäten und der Arbeitsagenturen einige sinnvolle Alternativen gibt.

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