Webinare werden zu einem immer beliebteren Mittel, Bildungsinhalte breit zu streuen. Zwar sind diese Online-Seminare noch nicht in den traditionellen Schulformen angekommen, aber besonders im Bereich Fernstudium und Weiterbildung wird gerne auf diese moderne Form der Wissensvermittlung zurückgegriffen.

Was ein Webinar ist, ist schnell erklärt: Es handelt sich bei einem Webinar um Online-Seminar. Das didaktische Modell folgt zwar häufig dem klassischen Vortragsstil – das ist allerdings nicht zwingend so. Das Webinar ist live, und steht damit im Gegensatz zu den Angeboten auf Abruf, etwa YouTube-Vorlesungen. Einige Dozenten nutzen Webcams, um sich auch persönlich den Teilnehmern zu präsentieren. Das erzeugt eine gewisse menschliche Nähe, ersetzt aber natürlich nicht den direkten menschlichen Kontakt. Auf der anderen Seite jedoch muss der Dozent auch eine gewisse Ausstrahlung mitbringen, wenn er sich präsentiert.
Alternativ kann man als Dozent auch seinen Bildschirm oder eine vorbereitete Präsentation auf die Monitore der Teilnehmer legen, sodass alle die Notizen, Grafiken und eventuelle Videos mitverfolgen können. Wie bereits angedeutet muss das Webinar kein reiner Vortrag sein. Je nach Software oder webbasierter Lösung, können die Teilnehmer mit dem Dozenten chatten und ihre Fragen entweder im Chat hinterlassen oder per Mikrofon abgeben. Je höher die Teilnehmerzahl, desto eher ist eine Moderation, besonders im Hinblick auf die Fragerunde, notwendig.

Webinar Software

Viele Unternehmen setzen auf Web-Communication und nutzen große Softwarepakete, wie etwa Adobe Connect, um den Mitarbeitern Schulungen anzubieten und unternehmensweite Web-Konferenzen zu gewährleisten. Solche Software ist zwar darauf ausgerichtet, Kurse schnell und einfach bereitstellen zu können, benötigt allerdings auf beiden Seiten, Dozent und Teilnehmer, ein gewisses Know-How. Die Entwicklung von Inhalten oder die Entwicklung eines Blended-Learning-Lehrplans ist damit ebenso möglich wie die direkte Kommunikation. Einige Unternehmen ersparen sich damit so manche Dienstreise. Damit ist die Software nicht nur für Schulungszwecke geeignet, sondern kann auch dazu dienen, dass Wissen bestimmter Experten im Unternehmen weiterzutragen.

Webinar Plattformen

Um die im Internet bestehende Angebote von Webinaren transparent zu machen und auch die Möglichkeiten einer Community zu nutzen, gibt es mittlerweile einige Plattformen für Online-Seminare. Auf der Plattform edudip wird die Software online mitgeliefert. Man benötigt also nichts anderes als seinen Webbrowser, sowie eventuell ein Headset. Die Möglichkeit, einzelne Dozenten und Webinare zu bewerten ist vielleicht nicht immer vorteilhaft, denn ein paar Sternchen sagen häufig nicht genug über Qualität des Seminars und Qualifikation des Dozenten aus, soll aber auch eher dazu dienen, das bereits große Angebot besser zu strukturieren. Die Teilnahme sowie die Erstellung eigener Webinare ist zudem erstaunlich einfach.

Ausblick

Webinare sind eine gute Möglichkeit, kleine Bildungslücken zu füllen. Ein Manko ist allerdings, dass diese Form der Wissensvermittlung derzeit noch ausschließlich von internetaffinen Gruppen genutzt wird. So wundert es nicht, dass sich Webinare in den Bereichen Informatik, Marketing und Management großer Beliebtheit erfreuen. Mittlerweile aber erkennen immer mehr Bildungsinteressierte die Vorteile dieser recht unkomplizierten Art von Bildung. Man darf gespannt sein, ob sich in Zukunft mehr Bildungsbereiche dieser E-Learning-Variante bedienen.

Für mehr Informationen zu diesem Thema lohnt sich auch ein Blick in unseren Artikel über das virtuelle Klassenzimmer.

Bildnachweis: ©iStockphoto.com/DSGpro

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