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Nicht nur für Stellensuchende verändern sich die Bedingungen immer mehr. Auch Unternehmen müssen anders denken lernen, um an gutes Personal zu kommen. Das Stichwort lautet: Active Sourcing.

Active Sourcing bedeutet nichts anderes als die gezielte Suche nach Personal mit bestimmten Mitteln. Viele Unternehmen schalten gezielt Stellenanzeigen in Print und Online und warten dann auf die eingehenden Bewerbungen. Dieses reaktive Vorgehen ist jedoch in einigen Fällen nicht optimal. Denn zum einen spricht man damit nur eine bestimmte Menge an Interessenten an und vernachlässigt solche Potenziale, die zwar nicht aktiv suchen, sich aber einen Jobwechsel vorstellen könnten.

Nachhaltig Personal gewinnen

Beim proaktiven Recruiting wird nicht der aktive, sondern der latente – also eher verborgene – Arbeitsmarkt ins Visier genommen. Die Möglichkeiten in diesem Bereich sind besonders vielfältig: man kann auf entsprechenden Messen nach potenziellen Kandidaten suchen oder online in sozialen Netzwerken gezielt Personen ansprechen. Viele Unternehmen verbinden die Tätigkeit des proaktiven Recruitings gleich mit einem Social Media Recuriting, also mit der Stärkung der eigenen Marke in den sozialen Netzwerken („Branding“).

Immer mehr Arbeitgeber suchen proaktiv nach neuen Mitarbeitern. In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der aktiv suchenden Unternehmen mehr als verdoppelt. Bekannte Plattformen, wie das berufliche Karrierenetzwerk XING, bieten auch eigene Tools. Da die Plattform darauf ausgelegt ist, die beruflichen Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitglieder offen zu legen, ist eine Suche dort besonders sinnvoll. Mit den entsprechenden Filterfunktionen lässt sich gezielt Personal suchen. Die anschließende Sortierung kann man entweder der Personalabteilung überlassen oder outsourcen. Aber auch Linkedin, Google und Facebook stehen ganz oben auf der Liste der proaktiven Recruiter.

Recruiter 2.0

Als besonders erfolgreiche Strategie erweist sich das Konzept des Recruiters 2.0. Hier werden ständig passende Bewerber in einem Pool gesammelt. Man bleibt miteinander in Kontakt, sodass die Recruiter zu dem Zeitpunkt, in dem neues Personal benötigt wird, direkt passende Kandidaten vorweisen können. Wer mehr über diese Technik erfahren möchte, sollte einen Blick auf den Beitrag von Wolfgang Brickwedde auf jobnet.de werfen.

Der Personalgewinnungsprozess ist dann also optimal verlaufen: die gegebenenfalls vorhandene Affinität zum Produkt oder zur Dienstleistung ist zur Wahrnehmung des Unternehmens als Arbeitgeber geworden. Von diesem Arbeitgeberimage ist es dann nicht mehr weit bis zur Bereitschaft, eine eigene Bewerbung zu verschicken – insofern die Qualifikation stimmt. Um diesem Prozess optimal zu durchlaufen, braucht es jedoch auch organisatorischer Veränderungen im Unternehmen, vor allem im Bereich Personalwesen.
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