iStock_000014521043SmallAngebote von Praktika sowie die internationale Vernetzung der privaten Hochschulen sind ein zusätzliches wichtiges Kriterium für die Wahl der richtigen Privathochschule. Wenngleich die privaten Hochschulen zumeist eine geringere Fächerbreite anbieten, präsentieren sie ihren Studenten in der Fachtiefe doch sehr gute Möglichkeiten eines Praktikums während des Studiums.

Dies hängt im Wesentlichen von der Trägerstruktur ab, die zugleich die Rechtsform ausmacht. Viele der privaten Hochschulen firmieren unter einer gGmbH, einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die teilweise  von Kommunen und Städten als Träger mitfinanziert werden. In diesen Fällen gibt es für Studenten gute Zugänge zu Praktika in der lokalen Wirtschaft vor Ort. Gleiches gilt für private Hochschulen, die privilegierte Partnerschaften mit international tätigen Unternehmen führen und damit ein hohes Maß an Internationalität ausweisen.

 Privilegierte Partnerschaften und Internationalität

Zum Qualitätsmerkmal einer Hochschule gehören insbesondere die Fragen nach ihrer Vernetzung mit Wirtschaftsunternehmen und dem Grad ihrer Internationalität. Je mehr Unternehmen privilegierte Partnerschaften mit der betreffenden Hochschule führen, desto wahrscheinlicher ist bei guten Leistungen dann auch der spätere Klebeeffekt für Studenten. Unter privilegierten Partnerschaften versteht man, dass den Hochschülern dieser Universität Praktika in den Unternehmen ermöglicht werden, die eine Empfehlung für ihren weiteren Lebenslauf sind. Zugleich sollte die Hochschule international gut vernetzt sein, denn Auslandsaufenthalte selbst zu organisieren, ist zeitlich als auch finanziell eine zusätzliche Belastung für jeden Studenten.

In den zumeist praxisorientierten Fachgängen  ist es aber unerlässlich, sich bereits während des Studiums um Praktika zu bemühen. In der Regel sind sie gemäß Studienordnung auch zwingend vorgeschrieben. Wenn internationale Strukturen hier bereits gewachsen sind, ist das sicher ein positives Auswahlkriterium. Die Homepage verrät zumeist, ob überhaupt ein „Internationales Office“ an der  Hochschule geführt wird. Hat die Hochschule ein solches Office überhaupt nicht besetzt, wird man auch kaum ausländische Studenten an dieser Hochschule oder Partnerschaften mit privaten Hochschulen im Ausland erwarten dürfen. In der noch jungen Entwicklungsgeschichte der privaten Hochschulen ist die internationale Vernetzung mit internationalen Privathochschulen noch immer ausbaufähig. Die SRH Hochschule in Heidelberg geht da mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie man internationale Infrastrukturen aufbaut und auch pflegt.  Deshalb empfiehlt es sich, zu überprüfen, ob die auf der Homepage dargestellten internationalen Partnerschaften mit anderen Hochschulen nicht einfach nur auf dem Papier stehen, sondern wirklich belebt sind und auch durch entsprechende Aktivitäten gepflegt werden.

 Austausch und internationale Beziehungen

Jeder Student heute weiß um den Wert von Beziehungen. In einem globaler werdenden Arbeitsumfeld sind Studienkontakte zu ausländischen Studierenden ein absolutes Plus. Es ist entsprechend zu empfehlen, die Hochschule vor der Entscheidung nach dem Anteil von ausländischen Studenten zu fragen. Die privaten Hochschulen können sich hier wesentlich effizienter dem dynamischen und interkulturellen Berufsfeld anpassen als es staatliche Hochschulen vermögen. Es geht bei der Karriereplanung indes nicht einfach allein um das Absolvieren eines Auslandsjahres, sondern vielmehr darum, dass die Auslandssemester mit berufsrelevanten Inhalten später verknüpft werden können.

Der Erwerb von Leistungsscheinen im Ausland muss qualifiziert beschrieben sein, sodass potentielle spätere Arbeitgeber damit auch etwas anfangen können. Schließlich bringen auch die Professoren und Dozenten der Hochschule  ihre internationalen Netzwerke mit ein. Es tut also jeder gut daran, vorab zu prüfen, wie sich der internationale Karriereweg der Dozenten und Professoren liest. Je mehr internationale Erfahrungen ein Dozent vorweisen kann, desto mehr internationale Netzwerke wird er an die Studenten weitergeben können.

 

 

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