iStock_000014521043SmallZur Entscheidung für ein Studium an einer privaten Hochschule gehört auch, zu prüfen, wie aktiv das Career Center an der jeweiligen privaten Hochschule ist. Career Center begleiten und beraten die Studenten nach ihrem Abschluss.

Wenngleich private Hochschulen in der Regel über gute Netzwerke verfügen, sind aktive Career Center für die Anschlussperspektiven von Vorteil. Es ist jedoch ein qualitativer Unterschied, ob der Service auf die Beratung begrenzt bleibt oder ob Beratung und Vermittlung zusammengehören. Da sich Career Center auch an staatlichen Hochschulen zu einer festen Größe entwickelt haben, sollten private Hochschulen sich hier noch mehr um Abgrenzung bemühen, indem sie die Vermittlungsbemühungen für ihre Studenten nach dem Abschluss intensivieren.

Schnittstelle zwischen Universitäten und Arbeitgebern

Das Career Service Center (CSC) ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Universitäten und Arbeitgebern. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2013 hat gezeigt, dass das CSC im Bundesdurchschnitt nur zu 40% von Studenten genutzt wird. Wenig überraschend ist dabei, dass ihre Nutzung an privaten Hochschulen mit 68 % weit über diesen Bundesdurchschnitt liegt (Quelle: Hochschulmarketing-Magazin) Die weiteren Karrierechancen nach dem Studium an einer privaten Hochschule erhöhen sich mit einer guten Beratung und einer aktiven Vermittlungstätigkeit. Ein aktives CSC ist für die jeweilige Hochschule allein deshalb attraktiv, weil eine schlechte Vermittlungsquote auf Dauer dem Ruf der Hochschule schadet.

 Private Hochschulen organisieren Veranstaltungen und Jobmessen

Private Hochschulen, organisieren oft schon im Vorfeld Veranstaltungen und Jobmessen, damit Studenten und potenzielle spätere Arbeitgeber miteinander schon frühzeitig in Kontakt treten können. Dabei geht es um Praxis, Potenziale und Persönlichkeiten. Im direkten Austausch lassen sich erste Bindungen zu Unternehmen knüpfen, erhalten auch Arbeitgeber eine Möglichkeit, ihr Unternehmen vorzustellen. Je dienstleistungsorientierter sich eine private Hochschule hier zeigt, desto stärker kann man im Zuge einer Entscheidung annehmen, dass rege Aktivitäten mit dem Ziel der Anschlussförderung stattfinden.

Wenn der Punkt CSC auf der Homepage der Hochschule überhaupt nicht aufgeführt ist, sollte man an der Hochschule vorab kritisch nachfragen, inwieweit eine solche Dienstleistung an der Hochschule eingebunden ist. Aber auch die Aufführung des Punktes Career Service Center alleine reicht nicht aus, solange die Seite nicht regelmäßig gepflegt wird und aktuelle Veranstaltungshinweise zu finden sind.

 Mit der Anschlussperspektive steht und fällt die Entscheidung

Es ist selbstverständlich, dass die Chancenerwartungen nach  Studienabschluss an einer privaten Hochschule ungleich höher sind als die nach einem Abschluss an einer staatlichen. Dennoch bleibt stets auch die Eigeninitiative der Studenten ein wichtiger Bestandteil für die erfolgreiche Anschlussperspektive. Wenngleich man an einer privaten Hochschule sicher höhere Dienstleistungen rund um das Studium erwarten darf, sind die eigene Persönlichkeit, die Leistungen sowie die sozialen Kompetenzen gleichermaßen maßgeblich für eine erfolgreiche Karriere.

Wer die vorhandenen Angebote nicht nutzt, verringert seine Chance auf spätere berufliche Perspektiven. An einigen Hochschulen hat sich deshalb schon das Career Coaching durchgesetzt, bei dem Studenten individuell auf ihre Stärken und Schwächen geprüft werden. Die privaten Hochschulen unternehmen in der Regel sehr viel, damit ihre Studenten auch später in ihren beruflichen Positionen gutes Feedback zur Hochschule abgeben. Im Lebenslauf erfolgreicher Absolventen steckt daher letztlich das beste  Marketing für private Hochschulen.

 

 

 

 

 

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