statistik12Aus welchen Gründen gehen deutsche Arbeitnehmer trotz psychischer Beschwerden krankgeschrieben  trotzdem arbeiten? Dieser Frage ist der DAK-Gesundheitsreport 2013 auf den Grund gegangen. Im November und Dezember des letzten Jahres wurden über 1.100 Arbeitnehmer im Alter von 18-65 Jahren online zu diesem Thema befragt. Die Ergebnisse der Erhebung wurden im Februar 2013 im Rahmen des o.g. Gesundheitsreports veröffentlicht.

Über die Hälfte der befragten Erwerbstätigen gaben an, dass die psychischen Beschwerden sie nicht oder nur wenig daran hindern, die tägliche Arbeit zu verrichten. Das mag zwar von oft der Art der Arbeit abhängen, erscheint jedoch trotzdem schwer vorstellbar. Über 40% der Umfrageteilnehmer wollten nicht, dass die Arbeit liegen bleibt und knapp ein Drittel der Arbeitnehmer waren der Meinung, dass sie soviel zu tun haben, dass sie es sich nicht leisten können zu fehlen. Da könnte eventuell ein Coach oder ein Therapeut helfen.

27,9% der Befragten befürchten Nachteile, wenn sie sich krankschreiben lassen und fast jeder vierte Arbeitnehmer möchte nicht, dass die Kollegen oder Vorgesetzten von einer psychischen Erkrankung erfahren. Es kommt selbstverständlich immer darauf an, welcher Art die psychische Erkrankung ist – bei manchen psychischen Störungsfeldern können die Betroffenen sicherlich noch arbeiten gehen, die Regel sollte das allerdings nicht sein.

Manchmal wird eine notwendige Therapie wieder und wieder verschoben, bis der Leidensdruck so groß ist, dass größere Interventionen notwendig werden. Doch nichts von diesen Aussagen kann pauschalisiert werden – die beruflichen und privaten Hintergründe sind immer einmalig. Durch eine frühzeitige Therapie, die eben oft auch mit einer Arbeitsunfähigkeit einhergeht, können jedoch in vielen Fällen Spätfolgen wie ein Burnout-Syndrom vermieden werden.

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