universitaet_SIUBH fragte Personalverantwortliche: Sind Bachelorabsolventen fit für den Arbeitsmarkt?

Obwohl bereits vor zehn Jahren eingeführt, kämpft der Bachelor immer noch um seine Akzeptanz. Und dabei sind es nicht die Personaler, die das Können der Bachelor-Absolventen kritisch sehen – es sind in erster Linie die Studenten selbst, die dem Bachelor-Studium relativ wenig zutrauen.

Bachelor-Studenten scheuen den Berufseinstieg

Vor allem an den deutschen Universitäten klagen die Studenten über die mangelhafte Berufsvorbereitung, die sie während ihres Studiums erhalten und nur jeder fünfte Uni-Bachelor gibt dementsprechend seinem Studium in Bezug auf die Berufsvorbereitung gute Noten. Viele Studenten fühlen sich durch den Bachelor nicht ausreichend vorbereitet und scheuen deswegen den Eintritt in die Arbeitswelt. Konsequenz: Drei von vier Bachelor-Absolventen schreiben sich in den Master-Studiengang ein. Das bringt nicht nur die Hochschulen in Bedrängnis, sondern auch die Unternehmen. Denn dort fehlen letztendlich die Fachkräfte. „Der Bedarf und das Interesse der Arbeitgeber sind da, aber die Absolventen trauen sich häufig nicht zu, sich den Herausforderungen der Arbeitswelt zu stellen, und so zögern sie den Eintritt ins Berufsleben hinaus“, sagt Prof. Dr. Peter Thuy, Rektor der Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH). „Sowohl die Hochschulen als auch die Arbeitgeber haben die Aufgabe, sie gut vorzubereiten und ihnen Mut zu machen.“

Denn bei den Unternehmen selbst stehen Bachelor-Absolventen den Masterkandidaten kaum nach. Nach einer aktuellen Befragung der IUBH unter Personalverantwortlichen und Entscheidern in Unternehmen*, sehen die meisten Experten keinen Unterschied. Viele Personalverantwortliche bestätigen das hohe Niveau des Bachelors und die Vielfältigkeit der Ausbildung. „Unternehmen haben den Vorteil der Bachelorabsolventen erkannt: Der Bachelor ist praxisorientierter und erleichtert somit den Einstieg in den Berufsalltag“, beobachtet Sandra Rainer-Pöselt, Director Advisory Services bei Feuring Hotelconsulting.

Praxiserfahrung und Softskills zählen

Wichtiger als das theoretische Fachwissen aus einem Master-Studium, sind für die befragten Unternehmen vor allem Softskills wie Einsatz- und Verantwortungsbereitschaft, Selbstständigkeit und Eigeninitiative sowie Teamfähigkeit und analytisches Denken. Zudem sollten die Kandidaten ausreichend Praxiserfahrung mitbringen.

„Für uns zählt die praktische Erfahrung der Absolventen. Doch hier gibt es noch sehr große Unterschiede zwischen den Bewerbern“ sagt Sandra Rainer-Pöselt. Damit bestätigt sie, dass Bachelorabsolventen mit relevanten Praktika und anderen Praxiserfahrungen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt vergrößern können. Doch genau hier gibt es an den deutschen Hochschulen noch Nachholbedarf, da sind sich alle Beteiligten einig. Studenten, Lehrende sowie Personaler fordern mehr Praxisphasen in den Bachelor-Studiengängen. MeeRee Turnwald und Stephan Blank fordern eine grundsätzliche Verlängerung des Bachelorstudiums auf vier Jahre, „mit einem Jahr praktischer Erfahrung“, so Blank.

Praktikum als Einstiegschance

Viele der befragten Unternehmen gaben an, dass sie Bachelor-Kandidaten lieber in Form eines Praktikums an die praktischen Aufgabenfelder heranführen als spezielle Einstiegsprogramme für diesen Bewerberkreis anzubieten. Damit möchten sie den mangelnden Praxiserfahrungen der jungen Absolventen entgegen wirken.

Durch die richtige Wahl der Uni können dabei auch die Bachelor-Studenten schon einige Pluspunkte für die spätere Karriere sammeln. „Angehende Bachelorstudierende sollten bei ihrer Wunschhochschule konkret nachfragen: Sind Praxiszeiten verpflichtend und fest in den Lehrplan integriert? Kann ich ins Ausland gehen? Auch sollte die Hochschule über lebendige Kontakte zur Wirtschaft – lokal und im besten Falle weltweit – verfügen und gute Dozenten anziehen, die nicht nur in der Theorie zuhause sind, sondern auch Berufserfahrung vorweisen“, sagt Prof. Dr. Peter Thuy, Rektor der Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH).

Checkliste Bachelor-Studium

Damit sich Studenten schon vor dem Studienstart für die richtige Hochschule entscheiden, hat die IUHB für Interessierte eine Checkliste zusammengestellt, die die wichtigsten Punkte für die Wahl der Hochschule noch einmal zusammenfasst.

*Die IUBH führte qualitativ ausgewertete Interviews mit Personalverantwortlichen und Entscheidern in fünf Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen: Air Charter Service, Feuring Hotelconsulting, Helios Privatkliniken GmbH, Menzies Aviation und Trust You.

DruckIUBH School of Business and Management
Die Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH) bietet mit der IUBH School of Business and Management ein englischsprachiges Präsenzstudium mit internationaler Ausrichtung. Im Jahr 2009 erhielt sie das höchste Qualitätssiegel des Wissenschaftsrats: eine auflagenfreie Akkreditierung für die Dauer von zehn Jahren. Die IUBH ist Mitglied im akademischen Netzwerk des Global Compact sowie der Principles for Responsible Management Education (PRME) der Vereinten Nationen.  

Weitere Informationen: www.iubh.de und www.careerpartner.eu.

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