Young adultsAm 19. November wurde Erasmus+, das Nachfolge-Programm von Erasmus, vom EU-Parlament beschlossen. Insgesamt wurde ein Budget von circa 15 Milliarden Euro für die Verbesserung von Qualifikationen und Beschäftigungsfähigkeit zur Verfügung gestellt, rund 40% mehr als für das bisherige Erasmus-Programm. Erasmus+ ist auf einen Zeitraum von sieben Jahren ausgelegt und soll die allgemeine und berufliche Bildung, sowie Jugend und Sport in den EU-Ländern fördern.

Die Zuschüsse werden an rund vier Millionen Menschen vergeben; darunter zwei Millionen Studierende, 650.000 Berufsschüler und circa eine halbe Million Jugendliche und junge Erwachsene, die an Jugendaustausch-Programmen teilnehmen oder Freiwilligendienst im Ausland leisten. Außerdem kommen die Zuschüsse auch Ausbildern, Lehrkräften und Jugendbetreuern zugute. Partnerschaften zwischen europäischen Hochschulen, Unternehmen und Non-Profit-Organisationen werden ebenfalls durch Erasmus+ unterstützt.

Der europäische Investmentfond beteiligt sich zudem an einem „Garantie-Instrument“ für Studiendarlehen, um Studierende zu unterstützen, die ihren Master-Abschluss komplett im Ausland absolvieren wollen. Für diese Art den Master-Abschluss zu erreichen gibt es nämlich häufig keine nationalen Stipendien oder Studiendarlehen. Unter Erasmus+ werden künftig folgende europäischen Förderprogramme zusammengefasst: Erasmus, Leonardo da Vinci, Tempus, Alfa, Edulink, Erasmus Mundus, Comenius und Grundtvig.

Wer profitiert von Erasmus+?

  • eu-flaggeZwei Millionen Studierende, die ein Studium oder eine Fortbildung im Ausland absolvieren
  • 800.000 Lehrer und Ausbilder, die im Ausland unterrichten oder sich dort fortbilden
  • 650.000 Berufsschüler und Azubis, die eine Lehre oder Weiterbildung im Ausland machen
  • 500.000 junge Menschen, die Freiwilligendienst im Ausland leisten oder an Jugendaustauschprogrammen teilnehmen
  • 200.000 Studierende, die ihren Master-Abschluss komplett im Ausland machen
  • 125.000 Schulen, Hochschulen, Ausbildungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen für Erwachsenenbildung erhalten Zuschüsse für die Einrichtung von Partnerschaften zum Erfahrungsaustausch
  • 3.500 Bildungseinrichtungen, die Zuschüsse für den Aufbau von Wissensallianzen bekommen
  • 600 Partnerschaften im Sportbereich, z.B. für europäische Non-Profit-Veranstaltungen

Die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, Androulla Vassiliou, äußert sich zufrieden darüber, dass das Europäische Parlament das Förderprogramm Erasmus+ angenommen hat. Sie ist laut eigenen Angaben stolz darauf, dass es der Kommission gelungen ist, die finanziellen Mittel gegenüber den laufenden Programmen um 40% aufzustocken. Mit dem gezielten Einsatz dieser Mittel sollte es möglich sein, notwendige Reformen zur Modernisierung und Verbesserung der Bildungsqualität in den Mitgliedsstaaten durchzuführen.

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