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Wie funktioniert ein Mikroprozessor? Was ist ein Muskelkater? Und warum ist eigentlich der Himmel blau? Wer im Internet nach Antworten auf diese Fragen sucht, kann sich entweder durch Fachartikel und Foren quälen oder bald auf der neuen Plattform Cluefabric Menschen fragen, die sich damit auskennen.

Aber nicht nur das. Cluefabric hat vor allem das Ziel eine Diskursplattform für Wissenschaftler und Wissbegierige zu werden. Das vom Verein InterScienceGroup geleitete Projekt soll über einfache Suchanfragen kleine Gruppen von Teilnehmern miteinander vernetzen und zu themenfokussierten Gesprächen verleiten. Die passenden Gesprächspartner sucht das System anhand von geeigneten Kategorien wie Aufenthaltsort, Wissensstand und Fachbereich aus. Damit wollen die Macher nicht nur den interdisziplinären Diskurs innerhalb der Wissenschaft fördern, sondern es auch ermöglichen, mit geeigneten Experten in Dialog zu treten.

Im Zentrum der Idee des Projekts steht der Diskurs, welche nichts anderes ist als eine mit vernünftigen Argumenten geführte Unterhaltung. Die Kommunikation miteinander geschieht zeitgleich, wie Andreas Mäbert von der InterScienceGroup betont: „Webforen werden nahezu ausschließlich als asynchrones Medium genutzt, vgl. E-Mail. Cluefabric dagegen wird vorrangig synchron, also wie ein Chat, funktionieren, was die Emotionalität und Empathie fördert.“

Aktiv am Diskurs teilnehmen

Entgegen den passiven Wissensplattformen (Wikipedia etc.) fordert Cluefabric vom Nutzer eine gewisse Aktivität und regt dazu an, den eigenen Standpunkt vor den Meinungen anderer überzeugend darzustellen. Selbstverständlich wird man aber auch bei Cluefabric auf die gesamte Palette moderner Online-Kommunikationswerkzeuge zurückgreifen können. Mäbert nennt hier vor allem kollaborative Texteditoren (vgl. Etherpad), Zeichenflächen (vgl. FlockDraw) und auch Videoplattformen. Um Sprachbarrieren zu überwinden, sollen Übersetzungswerkzeuge zum Einsatz kommen.

Nach der erfolgreichen Probephase an verschiedenen Hochschulen soll Cluefabric kostenlos allen Internetbenutzern zur Verfügung stehen. „Wichtig ist, dass Cluefabric nicht kommerziell zum eigenen Vorteil operiert, sondern wir sind ohne Profitorientierung ausschließlich an einer echten Unterstützung der Lernenden interessiert“, fügt Mäbert hinzu. Das Ziel ist es, später einmal wertvolle Dienste in der Schul- und Erwachsenenbildung leisten zu können. Dazu benötigt das Projekt weitere Spendengelder.

Mit einer Crowdfunding-Kampagne will der Verein zunächst einmal die Entwicklung und Etablierung der Plattform vorantreiben. InterScienceGroup ist daher auf Spenden angewiesen, die man auf StartNext tätigen kann. Dabei wird Cluefabric von einem kreativen Team mit vielseitigen Kompetenzen umgesetzt: Studenten verschiedener Fachrichtungen, Dozenten, Selbständige und Künstler; Wissenschaftler, Softwareentwickler und Designer. Auch interessierte Eltern und Lehrer begleiten das Projekt.

Bildnachweis: © cluefabric.com

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