Eine aktuelle US-amerikanische Studie hat untersucht, welche Universitäten am meisten Milliardäre abwerfen. Die Studie steht im Rahmen einer Untersuchung von UHNW-Individuen. Das sind Menschen mit einem sehr hohem Netzwerk-Wert (Ultra high net worth individuals). Wenig überraschend sind die US-amerikanischen Hochschulen auf den ersten 10 Plätzen.

UHNWs sind Milliardäre. Mit Ihnen verbunden zu sein, bringt in der Regel viel. Vor allem den Universitäten. Bei den US-amerikanischen Universitäten ist aufgrund der hohen Finanzierungsanteile privater Investoren das Alumni-Netzwerk noch sehr viel stärker entwickelt als bei uns. Wer später im Leben einmal erfolgreich ist, möchte diesen Erfolg häufig mit seiner Ausbildungsstätte, sprich: der Universität, teilen. Dahinter stecken oft mäzenhafte Absolventen, die sich in Form von Zuwendungen an die Hochschulen richten. Denn, so zeigt die Studie, viele von den Hochschulen produzieren anscheint auch solche Superreichen.

In Sachen Renommee und Forschung stellen die staatlichen Universitäten in den USA – im Gegensatz zu Deutschland – die Minderheit dar. Nur 3% von Ihnen schaffen es überhaupt in die Liste der Universitäten, die UHNWs produzieren. Es sind vor allem die privaten Elite-Universitäten, die große Forscher anziehen und abwerfen sowie bekannte Persönlichkeiten hervorbringen. Stolz präsentierte das Unternehmen Wealth-X vor kurzer Zeit eine Studie, die herausstellt, welche Hochschulen in den USA mit den meisten Milliardäre angeben kann. Die Studie wurde sowohl von CNBC als auch von der Süddeutschen aufgegriffen. Während in den USA häufig kein Hehl daraus gemacht wird, dass es die Superreichen auch nicht leicht haben, angemessene Geschäftspartner zu finden, empfindet man solche Statistiken in Europa eher als abschätzig – zeigen sie doch, welche eklatanten Unterschiede im amerikanischen Bildungssystem herrschen. Denn ein Studium an diesen Universitäten kostet in der Regel mehrere zehntausend Euro im Jahr.

Zu den großen Alumni gehören bekannte Personen wie „Star Wars“-Erfinder und Regisseur George Lucas, der frühere US-Präsident George W. Bush und auch der jetzige US-Präsident Barack Obama. Sie alle konnten es sich leisten, an den Elitehochschulen zu studieren. Und sie alle stehen nun als international bekannte Personen im Rampenlicht. Interessant: Erst auf Platz 16 erscheint eine nicht US-amerikanische Hochschule: Die University of Oxford in Großbritannien. Und zwei Plätze dahinter dann die University of Mumbai in Indien. Deutsche Universitäten kommen in dieser Statistik nicht vor. Vom Budget sind sie anscheint so niedrig, dass sie faktisch nicht existieren. Tut wahrscheinlich auch nichts zu Sache, da dass deutsche Bildungssystem zu weiten Teilen noch von der öffentlichen Hand getragen wird. Dennoch werden natürlich auch hierzulande die Entwicklungen der Eliten erforscht. Abschließend sei dazu noch folgendes Interview mit Elitenforscher Michael Hartmann empfohlen: www.zeit.de

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