Oha, sieben Wochen ohne Alkohol und das auch noch in der Prüfungsphase… Trotzdem haben sich Franka (19 Jahre) und Kai (24 Jahre) für einen Selbstversuch entschieden. Sie haben vor, in der Fastenzeit auf Alkohol zu verzichten und berichten regelmäßig in einem eigenen Blog über ihre Erfahrungen. Beide möchten die traditionelle Zeit des Fastens – von Aschermittwoch bis Ostern – nutzen, um bewusster auf ihren Alkoholkonsum zu achten.

Vielen jungen Menschen ist oft gar nicht bewusst, wie viel und regelmäßig sie tatsächlich trinken. Und gerade in der Studienzeit gehört ein wohlverdientes Feierabendbier nach dem Lernmarathon in der Uni-Bib oder der Coctailabend mit den Mädels aus der Lerngruppe fast zum Unialltag dazu. Trotzdem war Kai doch einigermaßen überrascht, als er den Test Check Your Drinking  gemacht und festgestellt hat, dass es kaum einen Tag in der Woche gibt, an dem er keinen Alkohol trinkt. In den nächsten Wochen möchte er deswegen „maximal einmal pro Woche“ Alkohol trinken und genau darauf achten, wie es ihm dabei geht. Gemeinsam mit Franka erzählt er in einem Blog, was er bei Selbstversuch „Weniger trinken“ erlebt.

Auch junge Menschen verzichten bewusst

Das Fasten ist ursprünglich ein christlicher Brauch. Viele Menschen nutzen die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern, um etwas für die eigene Gesundheit zu tun und sich die eigenen Konsumgewohnheiten bewusster zu machen. Überraschend dabei: Auch die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen hat schon einmal für mehrere Wochen auf ein bestimmtes Genussmittel oder Konsumgüter verzichtet. Denn anders als man vielleicht vermuten könnte, ist die Fastenzeit keine alleinige Sache von gläubigen und älteren Menschen. Auch viele junge Leute nutzen die Anreize dieser Zeit, um ihre eigenen Gewohnheiten zu prüfen. Dabei spielt der christliche Hintergrund zu dieser jährlichen Fastenphase eine sehr untergeordnete Rolle. Und: Neben Computerspielen und Süßigkeiten wird am häufigsten bewusst auf Alkohol verzichtet.

Eine aktuelle Forsa-Studie hat zudem ergeben, dass Befragte, die sagten, dass Fasten für Sie grundsätzlich in Frage käme, am häufigsten Alkohol als das Konsumgut nannten, auf das sie am ehesten verzichten würden. In der Fastenzeit die Probe aufs Exempel zu machen und keinen bzw. bewusster Alkohol zu trinken, scheint also im Trend zu liegen.

 Warum also nicht?

Wer eine gewisse Zeit bewusst auf Alkohol verzichtet, kann einiges über sich erfahren und so wie es nach fast der Hälfte von Frankas und Kais Selbsttest ausschaut, dabei auch überraschende Erkenntnisse über die eigenen Gewohnheiten erlangen. Und so bloggt Kai auch am Ende seiner Prüfungsphase. „Anstatt mir heute um 11:00 so richtig die Kante zu geben, wie es die Tradition von mir „verlangt“ hätte, war ich produktiv. (…) Aber ich werde heut Abend wie ein Stein schlafen und wenn ich morgen aufwache, ist mein Zimmer immer noch ordentlich. Ich werde keinen Kater, dafür aber mehr Geld im Portemonnaie haben.“

Das ist doch schon einmal nicht schlecht…! :-) Wir verfolgen auf jeden Fall weiter den Selbstversuch der beiden Studis und sind gespannt wie es in der 2. Hälfte des Experiments weitergeht…

Übrigens:

Franka und Kai freuen sich, wenn ihr sie bei ihrem Selbstversuch begleitet und in ihrem Blog vorbei schaut. Und: Kommentare sind immer willkommen.

Bildnachweis: ©www.kenn-dein-limit.de

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