Kinder

Das Studentenleben könnte so schön sein. Wenn da nicht die Vorlesungen wären, oder die Prüfungen, oder die Seminare. Man könnte den ganzen Tag im Café sitzen, sich mit Freunden treffen oder vielleicht auch mal verreisen. Das einzige Problem, neben den Vorlesungen, den Prüfungen und Seminaren natürlich, ist das liebe Geld. Das wächst ja, wie offensichtlich kürzlich noch einmal wissenschaftlich belegt wurde, nicht an Bäumen. Deswegen klappt es auch so selten mit all den angenehmen Freizeitaktivitäten.

Wer aber nicht ganz auf diese Beschäftigungen, die sich über „ein Buch lesen“ oder „mal ein bisschen spazieren“ hinaus bewegen, verzichten möchte, der hat verschiedene Möglichkeiten seinen Finanzen aufzubessern. Über 2/3 der deutschen Studenten gehen (unabhängig von Eltern und Bafög) noch nebenher arbeiten. Dabei kann es sich um ausgefallene Studenten-Jobs wie Personenschützer, Mittelalter-Laiendarsteller oder Sexhotline-Mitarbeiter handeln oder halt um so etwas wie Servicekraft oder Nachhilfelehrer.

Der Getränke-Möglich-Macher

Das kann zwar auch ein ziemlich ätzender Job sein („Fräulein, Fräulein!“ – „Soll ich jetzt mein Haar herunterwerfen, oder wie meinen?!“), trotzdem gehört er zu den beliebtesten Nebenjobs bei Studenten. Gefühlt arbeiten eigentlich schon einmal 75 % aller Kommilitonen im Café, in einer Kneipe, im Bistro oder auch im Dschungel-Abenteuer-Erlebnis-Restaurant. Und das zu Recht. Die Zeiten sind flexibel und oft erst abends oder am Wochenende. Und wenn man Glück hat, kommt durch das Trinkgeld noch einiges extra drauf.

Wobei dies sehr am Geschick des jeweiligen Kellners liegt. Denn das sei hier nochmal festgehalten: NICHT jeder ist für diesen Beruf geeignet. Zum einen sollte man durchaus ein Tablett, drei Teller oder vier Gläser sicher transportieren können, zum anderen sollte man auch nicht unbedingt über eine Rechenschwäche verfügen. Es gibt zwar mittlerweile einige funky Gerätschaften, auf denen man ab und an wichtig-tuende Bedienungen drauf rum tipseln sieht – das ist aber nicht das Standardarbeitsmittel! In erster Linie sind es ein Block und ein Stift – und mit diesen gilt es ziemlich schnell und sicher per schriftliches Subtrahieren die einzelnen Getränke auszurechnen.

Der Gehirn-Möglich-Macher

Wer hingegen vielleicht Lehramt studiert und gerne schon vorher seine Burnout-gefährdeten Nerven strapazieren möchte, der gibt Nachhilfe. Zum Beispiel den Joel-Maurices, Marte-Henriks und Lisa-Mariettas, die eigentlich so schlau sind, aber einfach in der Schule nicht richtig gefordert werden. Oder dem Kevin, der Jaqueline und dem Cederic mit ADHS, Lese/Rechtschreibschwäche und aggressiven Auffälligkeiten, die nur ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bedürfen. Ja, diese lieben Kleinen, die einem auch so schon die nächsten vierzig Jahre zur Hölle machen werden, sind es, die mit Vorliebe Nachhilfe buchen.

Und auch hier gilt noch einmal zu sagen: NICHT jeder ist für diesen Job geeignet. Wer schon immer Panik verfallen ist, wenn die Kinder von Schwester, Freund oder anderen Bekannten in den imaginären Schutzkreis von 2 Meter Durchmesser an einen herangetreten sind, dann ist das nicht unbedingt das richtige. Genauso sollten Menschen mit erhöhtem Aggressionspotenzial und diagnostizierte Choleriker die Jobwahl überdenken. Denn Kinder sind keinesfalls dumm, sie verstehen nur manchmal einfach nicht!

Tipp

Wer trotz allem oder gerade jetzt Lust bekommen hat, sich doch einmal näher mit dem Thema Studenten + Jobben auseinander zu setzten, der sollte einen Blick in unseren großen Job-Ratgeber werfen. Hier findet man nicht nur Tipps für die Jobsuche, sondern auch viele Antworten auf rechtliche Fragen!

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