Imam_Lehrer

Noch nie war die Zahl ausländischer Studierender in Deutschland so hoch wie im Jahre 2012. Über 260 000 ausländische Studierende waren zu diesem Zeitpunkt eingeschrieben. Alles deutet darauf hin, dass sich der Zulauf auch dieses Jahr fortsetzen wird.

Damit befinden sich an deutschen Hochschulen insgesamt 11% ausländische Studierende. 8,1 % der Studierenden verfügen über eine Hochschulzugangsberechtigung, die sie nicht in Deutschland erworben haben und gelten daher als sogenannte Bildungsausländer. Die Bildungsinländer sind demnach die restlichen 3,0%, die diese Qualifikation in Deutschland erworben haben.

Jeder vierte sogenannte Bildungsausländer studiert an einer Fachhochschule. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 16%. Die meisten Bildungsausländer kommen aus Asien, dort vor allem aus China. Während die Anzahl der Studierenden, die aus Osteuropa stammen, weniger wird, nimmt die Zahl derer, die aus Westeuropa zugewandert sind, stärker zu. Das ergab die neuste Studie „Wissenschaft weltoffen„, des deutschen Akademischer Austauschdienstes (DAAD) und des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF).

Den größten Zuwachs verzeichnet man derzeit bei indischen und iranischen Studierenden. Der Anteil an ausländischeren Studierenden in den Bundesländern ist sehr unterschiedlich. Absoluter Spitzenreiter an ausländischen Studierenden ist Berlin (16,4%), gefolgt vom Saarland und Bremen (jeweils 14,5%). Schlusslicht der Tabelle bildet Mecklenburg-Vorpommern, nur 5,8% der Studierenden in diesem Bundesland kommen aus dem Ausland. Neben der Promotion sind die Studierenden aus dem Ausland vor allem am deutschen Masterstudium interessiert. Der Anteil der Bildungsausländer an den Hochschulen liegt dort bei 20%.

Die ausländischen Studierenden interessieren sich vor allem für die Fachbereiche Ingenieurwissenschaft und Kunst. Der Anteil liegt dort bei 14,0% sowie 15,3%. Weitere beliebte Fächer sind diejenigen der Veterinärmedizin, Agrar- und Forstwirtschaft, der Ernährungswissenschaft, der Humanmedizin sowie der Mathematik und der Naturwissenschaften.

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