heilpraktiker

Heilpraktiker nehmen sich die Zeit für Patienten, die den regulären Ärzten und Medizinern fehlt. Dies ist nur einer von vielen Gründen, warum die Zahl der Patienten bei Heilpraktikern in den letzten Jahren immer weiter zugenommen hat. Die Ärzte werfen Ihnen nicht selten Scharlatanerie vor und blicken dennoch manchmal neidisch auf diesen Berufsstand. Lohnt sich eine Prüfung zum Heilpraktiker also?

Die Arbeit des Heilpraktikers

Zunächst eines vorweg: Es gibt keine geregelten Ausbildungsinhalte zum Heilpraktiker! Heilpraktiker dürfen, so ist es gesetzlich geregelt, Heilkunde ausüben, ohne über eine ärztliche Approbation zu verfügen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie kein medizinisches Wissen hätten, denn die Berufsbezeichnung ist geschützt. Auch Heilpraktiker müssen ihr Wissen um die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers in einer Prüfung vor einem Amtsarzt, einem beisitzenden ärztlichen Gutachter und einem beisitzenden Heilpraktiker unter Beweis stellen. Über die gängigen Krankheitsbilder sind sie ebenso informiert wie über deren Behandlung. Auch eine Erstversorgung im Notfall können Heilpraktiker leisten.

Heilpraktiker  berücksichtigen bei der Behandlung ihrer Patienten ganzheitliche Aspekte und beziehen sich unter anderem auf anerkannte Verfahren der Naturheilkunde, wie Homöopathie, Akupunktur, Irisdiagnostik und Gestalttherapie. Sie informieren die Patienten über mögliche Heilverfahren und führen geeignete heilpraktische Maßnahmen durch.

Der Weg zum Heilpraktiker

Wer seine Prüfung zum Heilpraktiker ablegen möchte, muss sein 25. Lebensjahr bereits vollendet haben, ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorweisen und über einen Hauptschulabschluss verfügen. Die Vorbereitung auf die amtsärztliche Heilpraktikerprüfung kann an einer privaten Heilpraktikerschule auf eigene Kosten absolviert werden. Zwar ist die Berufsbezeichnung gesetzlich geregelt, doch letztlich legen die Heilpraktikerschulen die Inhalte der Vorbereitungskurse selbständig fest.

Auch die Prüfung kann variieren, obwohl sie auf der gesetzlichen Grundlage der Durchführungsverordnung (DVO) basiert. Die Prüfung dient genau genommen dazu, den Nachweis zu erbringen, dass der Prüfling nicht gefährlich ist für die Volksgesundheit – d.h. seinen Patienten nicht wissentlich oder unwissentlich Schaden zufügen könnte. Die meisten Kurse enden mit einer Supervision, bei welcher der Schüler einem ihm fremden Patienten unter Aufsicht eines praktizierenden Heilpraktikers oder Arztes durchführt. Besonders verantwortungsbewusste Schulen vermitteln den Schülern darüber hinaus deutlich mehr Inhalte, als zum Bestehen der Prüfung notwendig ist.

Die meisten Heilpraktiker haben bereits im Vorfeld eine reguläre Ausbildung im medizinischen oder gesundheitlichen Bereich absolviert. An vielen Heilpraktikerschulen haben die Teilnehmer anschließend die Möglichkeit, auch praktische Erfahrungen in der Heilkunde zu sammeln. Viele Heilpraktiker machen sich daraufhin mit einer eigenen Praxis selbständig. Mit viel Fleiß und Eifer kann man hierbei sehr erfolgreich sein und sich einen festen Patientenstamm aufbauen. Heilpraktiker sind besonders wegen der rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet der Naturheilkunde darauf angewiesen, sich auch im Beruf stehend weiterzubilden. Die Heilpraktikerschule Likamundi etwa bietet neben regulären Seminaren auch Webinare an, die zur Fortbildung über das Internet einladen. Interessierte können sich anhand folgender Übersicht orientieren.

Ausgesuchte Schulen:

Bildnachweis: © iStock/Thomas_EyeDesign

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