Jetzt sagen’se nicht, es ist schon wieder Freitag. Laut Spiegel Online waren die Top-Themen der Woche Zypern, Franziskus, Samsung und das Wetter. Ob die Reihenfolge die Wichtigkeit ausdrückt ist unbekannt. Klar ist: Der Aufsteiger der Woche ist Li Keqiang. Wie? Den kennen Sie gar nicht?

Die zweitgrößte Volkswirtschaft und einer der letzten kommunistischen Staaten der Welt hat einen Wirtschaftsfachmann als Ministerpräsidenten gewählt. Vielleicht, weil selbst das Wachstum der Volksrepublik mittlerweile wieder in den messbaren Bereich schrumpft. Aber zumindest findet man in der KP Chinas noch keine Clowns herumlaufen, wie man es hierzulande in bestimmten Jahreszeiten und im Wahlkampf Italiens wohl demnächst öfter sieht. Merke: Wer andere als Clown beschimpft, macht sich selbst zu einem. Und so werden immer mehr Menschen zu Clowns. Der Prozess verläuft ähnlich wie eine Zombie-Apocalypse, was derzeit als anscheint real existierende Gefahr von vielen US-Serien und Kinofilmen thematisiert wird. Experten vermuten einen Zusammenhang mit der öffentlichen Benutzung von Smartphones.

Dabei sagen selbst die am besten vernetzten Experten, dass eine Stunde ohne Internet und Telefon eine Wohltat für die Seele ist. Offline ist wieder in. Das angestaubte Bitte-nicht-stören Schild wird wieder aus dem Keller geholt und vor die Bürotür gehängt. Wir brauchen wieder Kraft – immerhin fordert uns die Globalisierung tagtäglich heraus. Wer kein Finanzbeamter ist, muss daher wie bei Amazon im Weihnachtsgeschäft zu jeder Arbeitsstunde um seinen Job bangen. Zeit also, sich um seine Karriere zu kümmern, denn irgend wovon muss man ja leben. Das Stichwort lautet: Personal Branding. Man bewirbt sich heute am liebsten mit einem selbstgedrehten YouTube-Video – im Fernsehen gibt es eh nur noch öffentlich-rechtlich geförderten Klamauk auf privatrechtlichem Niveau. Und warum nicht mal sein Konterfei auf die Toffifee-Packung im Supermarkt kleben? Immerhin hat es der Young-Professional von Brandt ein Regal weiter auch geschafft, sich gut zu vermarkten. Und zumindest der Filialleiter wird sich an einen erinnern.

Anmerkungen zum Beitrag: Versehentliche Plagiate im Text sind in voller Absicht verfasst worden und können nicht vor einem Gericht oder einem Universitätsgremium eingeklagt werden um eventuelle Ministerposten zu behalten.

Achso, ja, Bildnachweis: @istockphoto/andipantz

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