Jetzt hat es die Studie der Haufe Akademie noch einmal bestätigt: Ältere haben keine Lust mehr aufs Weiterbilden. Bei den über 56-jährigen freuen sich nur 42 Prozent der Befragten auf Weiterbildung. Und dabei liegt es nicht unbedingt an fehlenden Angeboten seitens der Arbeitgeber. Acht Prozent der 46- bis 55-jährigen geben zu, einfach kein Interesse an Weiterbildung zu haben.

Weiterbildung für jede Lebensphase

Da stellt sich nun die Frage, was man gegen diesen Trend in Zukunft als Unternehmen tun kann und muss. Schließlich brauchen wir die Erfahrung und Arbeitskraft gerade von älteren Mitarbeitern und mangelnde Motivation scheint da eher kontraproduktiv. Ein guter Ansatz ist die Weiterbildung nach Berufs- und Lebensphasen der Mitarbeiter zu planen. Also die Fortbildung gezielt nach Erfahrung und Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter auszurichten. Wenn zum Beispiel Qualifizierungsmaßnahmen für ältere Mitarbeiter auf ihren Erfahrungsschatz aufbauen, lernen sie genauso schnell wie ihre jüngeren Kollegen und bleiben auch engagiert dabei.

Weiterbildung für jede Karrierephase

Was allerdings auch nicht vergessen werden sollte: Am besten ist das Lernen um des Lernen willens, keine Frage – aber ganz ohne (Eigen-) Nutzen tun’s doch die wenigsten. Für viele Ältere, so die Studie, ist der Nutzen einer Weiterbildung nicht zu erkennen. Denn während jüngere Mitarbeiter mit jeder Qualifikation mehr in ihrem Lebenslauf den nächsten Schritt auf der Karriereleiter anpeilen, verharren die Älteren trotz Weiterbildung zu oft in ihrer Ausgangsposition. Aber gerade für diese Arbeitnehmer sollte der Nutzen unmittelbar sein: sei es durch eine spürbare berufliche Entwicklung, das Übernehmen neuer Aufgaben, einer Arbeitsplatzsicherheit oder durch verbesserte Entlohnung. Denn nur wer auch einen persönlichen Nutzen für sich in Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen erkennt, kann langfristig motiviert sein.

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