Wen das Reisefieber nicht während der Ausbildung schon packt, den erwischt es spätestens vor dem Berufseinstieg. Nicht nur, weil man vielleicht Panik bekommt, später im Job keine Chance mehr zu haben, die Welt zu bereisen. Zuletzt ist es auch ein angesagter Trend, dem eigenen Lebenslauf mit einer gekonnten Kombination von Reise und Bildung ein funkelndes Highlight zu verschaffen.

Nun, viele Wege führen nach Rom. Wer sich nicht zwischen Sprachreise, Work und Travel, Auslandspraktikum und Freiwilligenarbeit entscheiden kann, der sollte sich überlegen, welche dieser Reisen wirklich ein Vorteil beim Berufseinstieg darstellt.

Durchstarten mit einem Auslandspraktikum

Auf den ersten Blick scheint dies eine klare Sache zu sein. Das Praktikum im Ausland, welches oft bei einer mittelgroßen Firma im Ausland für den Zeitraum von 8 bis 24 Wochen absolviert wird, gibt den richtigen Einstieg in die Arbeitswelt. Zugleich hat man die Chance, eine Arbeitskultur kennenzulernen, die sich von der deutschen doch sehr unterscheiden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich ohne großes Risiko auch einfach mal in etwas probieren kann, was schon immer Schwerpunkt von Tagträumen war. Entweder das Interesse verstärkt sich und man kann sich beruflich in diese Branche integrieren, oder es bestätigt sich nicht und man kann zumindest diese Branche ausgrenzen.

Erfahrungen sammeln in der Freiwilligenarbeit

Genauso wie das Praktikum, kann aber auch die Teilnahme an einer Freiwilligenarbeit  in einem Entwicklungsland die Richtung für den zukünftigen Berufseinstieg weisen. Viele Programme finden da statt, wo Armut und Not ein alltäglicher Begleiter sind. Als Volontär ist man diesen und anderen örtlichen Umständen vielleicht zum ersten Mal ausgesetzt.  Andere Sprachen,  andere Klimazonen, oder ungewohnte Arbeitsumstände sind nur einige Beispiele, an denen sich freiwillige Helfer selbst testen, und die ein auschlaggebender Grund für einen Richtungswechsel in der Berufsplanung sein können. Soziales Engagement weckt natürlich auch immer das Interesse von Daheimgebliebenen oder dem zukünftigem Arbeitsgeber. Allerdings sollte die Freiwilligenarbeit nicht zu einem Ego-Trip werden und der soziale Grundgedanke muss im Vordergrund stehen. Wer also nur für den Vorteil im Lebenslauf ein Volontariat absolvieren möchte, sollte lieber gleich die Finger davon lassen.

Schneller Einstieg mit einem Sprachaufenthalt

Ganz anders als das Praktikum und die Freiwilligenarbeit, hat die Sprachreise keinen wegweisenden Charakter, bringt aber für die Interessierten trotzdem einiges. Offensichtlicher Vorteil eines Englisch oder Spanischkurses im Ausland ist natürlich die Perfektion der Sprachkenntnisse. Viele Sprachreisen sind aber so gut organisiert, dass die Reise neben dem Unterricht eher wie ein touristischer Aufenthalt abläuft und weniger persönliche und kulturelle Erfahrungen gesammelt werden.  Eine Work und Travel Reise kann dagegen Beides. Reisende können sowohl die Kenntnisse in einer Fremdsprache verbessern als auch ihre Selbstständigkeit unter Beweis stellen und sich kulturell weiterbilden.

Fazit:

Zusammenfassend ist also jeder Auslandsaufenthalt auf seine Art vorteilhaft für den Berufseinstieg. Während aber das Auslandspraktikum und das Volontariat gleichzeitig auch wegweisend für Unentschlossene sein können, bieten die Sprachreise und ein Work und Travel lediglich sprachliche und kulturelle Weiterbildungen.

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