Gaiziunas

Drei Tage lang haben die Mitarbeiter des Institute of Corporate Education e.V., kurz incore, die Kinder im SOS-Feriendorf Caldonazzo (Italien) an die Themen Wirtschaft, Persönlichkeit und Neue Medien herangeführt. Das gemeinsame Pilotprojekt des von KPMG geförderten Vereins und den SOS-Kinderdörfern war ein solcher Erfolg, dass das Projekt nun ausgeweitet werden soll.

Eigentlich waren die Weiterbildungsexperten angereist, um den Kindern die Grundlagen wirtschaftlichen Denkens und Handelns näher zu bringen. Stattdessen war es ein ausgeglichenes Geben und Nehmen. Denn die Kinder stellten ihre Fragen intuitiver und vor allem direkter als Erwachsene. Normalerweise haben die Mitarbeiter von incore Fach- und Führungskräfte aus dem Management und aus dem technischen Bereich vor sich. „Nicht nur die Kinder – auch wir haben unglaublich viel gelernt“, betont Nicole Gaiziunas-Jahns, die Geschäftsführerin von incore, die vor Ort zusammen mit Mitarbeitern des Vereins, der Education Unit der KPMG und der dilotec GmbH 15 Kinder aus ganz Europa drei Tage lang begleitet hat.

Lernen für die Welt von morgen

Hintergedanke des Projekts ist die Idee der vertikalen, ganzheitlichen Bildung. Dabei geht es vor allem darum, Kindern gewisse Zukunftskompetenzen an die Hand zu geben. Gaiziunas-Jahns und ihre Mitarbeiter haben dazu auf der Grundlage ihrer Erfahrungen mit Weiterbildungsprogrammen eine Wissensolympiade für die Kinder konzipiert. Dem Gewinner winkte eine Reise nach Berlin – für die SOS-Kinder, die vorwiegend aus schwierigen Familienverhältnissen kommen, ein lohnender Anreiz.

Am ersten Tag ging es um die Frage, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert. Was ist ein Kredit? Wie entstand das Geld? Am zweiten Tag wurde es noch komplexer: Was zeichnet die eigene Persönlichkeit aus? „Vielen Kindern hat dieser Einblick in ihre charakterlichen Merkmale sehr geholfen“, betont Frau Gaiziunas-Jahns. Am dritten und letzten Tag schließlich ging es um das kontroverse Thema neue Medien.

Mit eigenen Ideen punkten

Das Team um Frau Gaiziunas-Jahns zog dabei alle Register. Ein Song-Workshop, der gemeinsam mit der Hochschule der populären Künste Berlin durchgeführt wurde, war ebenso Teil des Programms wie aktive Rollenspiele, die die Kinder dazu ermutigten, eigenständig Antworten auf die gestellten Fragen zu entwickeln. Eine 11-jährige Teilnehmerin etwa verkaufte erfolgreich selbstgebastelte Muschelketten zu verschiedenen Tarifen, um zu erproben, was Unternehmertum bedeutet.

Das pädagogisch versierte Team war sehr zufrieden mit der Olympiade. „Wir haben von den Kindern tolles Feedback bekommen“, resümiert Frau Gaiziunas-Jahns abschließend. Das Projekt ist nicht das erste dieser Art. KPMG hilft mit ihrem Projekt „My Finance Coach“ auch Lehrern, wenn es darum geht, Kinder für die grundlegenden Fragen der Wirtschaft zu begeistern und ist mit „Make a Difference Day“ auch in Kindergärten aktiv. Für Frau Gaiziunas-Jahns steht fest, dass das Projekt im SOS-Feriendorf ausgeweitet wird.

Bildnachweis: © Gaiziunas, incore

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