schuelerUnd hat es Ihr Kind geschafft? Versetzt, in die Oberstufe gekommen oder die weiterführende Schule erreicht? Oder waren die Noten überraschenderweise nicht gut genug?

Mittlerweile sind in allen Bundesländern die Schüler aus den Sommerferien zurückgekehrt und einige Schüler müssen nun eine Klasse wiederholen und die sogenannte „Ehrenrunde“ drehen. Deutschland scheint hier nicht gerade zimperlich mit seinen Schülern umzugehen – immerhin erreichen ca. 250.000 Schüler jährlich das Klassenziel nicht. Und das heißt im Regelfall: Klasse wiederholen. Sitzenbleiben.

Damit es am Ende des Schuljahres keine böse Überraschung gibt

schueler300Normalerweise sollten Schüler und Eltern bereits durch vorangegangene Gespräche mit dem Klassenlehrer vorgewarnt sein, doch nicht selten kommt es vor, dass die Noten im Einzelnen gar nicht vorher bekannt gegeben werden. Wenn es dann allerdings Schwarz auf Weiß im Zeugnis steht, dass das Kind aufgrund schlechter Noten nicht in die nächste Klasse versetzt wird, sind der Schock und das Unverständnis groß.

Denn die Zeugnisnoten setzen sich aus mehreren Teilbereichen zusammen, die den Eltern oft nicht vollständig übermittelt werden. Vokabeltestergebnisse oder gar die mündliche Note bleiben oft unbekannt. Diese Noten nachzuhalten kann mitunter schwierig sein. Eine Mutter aus Berlin berichtet: „Gerade bei der mündlichen Mitarbeit weisen Lehrer kaum etwas nach – müssen sie aber eigentlich. Da scheint aber immer der Gesamteindruck zu zählen, das finde ich ungerecht, v.a. wenn es um schlechte Noten geht – denn schweigen ist nicht gleich einer 4 oder 5, dann müsste der Lehrer den Schüler erst einmal dran nehmen und doch auch Referate mit in die mündliche Arbeit miteinfließen lassen.“

Auch Lehrer sind nicht unfehlbar

Dabei kann es natürlich auch bei der Benotung durch die Lehrer zu Fehlern kommen: Der Lehrer kann in der Leistungsbewertung, der Leistungsermittlung oder auch bei der Gewichtung von Teilbereichen fehlerhaft handeln und somit zu einer falschen Gesamtnote kommen. Die Bildungsanwältin Sibylle Schwarz hat dieses Problem schon häufiger erlebt: „Leider begegne ich immer wieder der Situation, dass Familien mir ein Zeugnis mit Note ‚5‘ in mehreren Fächern zeigen, die Familie sich aber sicher ist, dass im Laufe des Schuljahres in diesen Fächern auch gute Noten geschrieben worden sind, die Note mangelhaft erst einmal nicht erklärbar ist.“

Solchen Fehleinschätzungen des Lehrers kann man am besten mit einer eigenen Aufzeichnung begegnen. Um bei einer Anfechtung der Noten auch eine Beweisgrundlage zu haben, sollten Eltern und Schüler selbst alle Einzelnoten notieren und aufbewahren. Sibylle Schwarz hat deswegen ein Notenblatt entwickelt, das genau hierzu genutzt werden kann.

Eltern sollten die Noten ihrer Kinder genau nachhalten

Ansicht.schoolDie school report NOTENLISTE kann dabei zweimal je Kind ausgedruckt werden und über das gesamte Schuljahr dazu genutzt werden, um die Noten der Kinder einzutragen. Fehlende Noten, wie zum Beispiel die der mündlichen Mitarbeit, sollten beim Elternsprechtag erfragt und direkt schriftlich festgehalten werden. Über die Seite der Kanzlei erhält man eine ausführliche Anleitung zur richtigen Nutzung und zusätzliche Tipps und Infos zu den Schulgesetzen und Verordnungen.

Im ersten Praxistest ist die school report NOTENLISTE übrigens bei der Familie aus Berlin gut angenommen worden: „ Wir haben die Liste ausgedruckt und direkt fünf Noten eingetragen. Sie hängt bei uns am Kühlschrank und Paul findet sie auch gut. So kann direkt jeder seine guten Noten sehen, meint er. Hoffentlich bleibt es so! ;-)“

Rechtsanwältin Sibylle Schwarz

Sibylle Schwarz Bildungsanwalt

Beratung und Vertretung rund um Schule, Studium, Prüfungen, Beruf.
Schwerpunkte: Schulrecht, Prüfungsrecht, Hochschulrecht und Berufsbildungsrecht

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