Statistik5Für immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene steht bei der Wahl der Ausbildungsstelle die Frage nach der Vergütung an erster Stelle. In der Tat ist es in puncto Ausbildungsvergütung ein großer Unterschied ob man Friseur/in oder Finanzkauffrau/ -mann lernt und leider auch, ob man seine Ausbildung in den alten oder neuen deutschen Bundesländern macht. Die nachfolgende Statistik zeigt die durchschnittlichen tariflichen Vergütungen für 20 beliebte Ausbildungsberufe, in Abhängigkeit vom Standort der Lehrbetriebe.

Der Statistik zufolge ist die Hälfte der zehn bestbezahlten Ausbildungsberufe kaufmännischer Art. Von den traditionellen Handwerksberufen ist nur ein einziger unter den Top Ten zu finden: Maurer/-in. Am besten verdient man als Auszubildender zum/r Binnenschiffer/-in, aber für Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht in der Nähe von großen Gewässern wohnen, könnte das bedeuten, dass sie das „Hotel Eltern“ aufgeben müssen – und das ist ebenfalls eine Preisfrage.

Der Unterschied zwischen der Ausbildungsvergütung in den alten und neuen Bundesländern macht sich besonders stark in den Handwerksberufen bemerkbar. So verdienen Maurer/-innen, Kraftfahrzeugmechatroniker/-innen, Florist/-innen und Friseur/-innen in den neuen Bundesländern zwischen 20 und 40% weniger als in den alten Bundesländern. Doch die Vergütung sollte bei der Wahl des Ausbildungsberufes nicht das einzige Kriterium sein. 200.-€ mehr auf dem Konto können meist nicht einen Arbeitsplatz wett machen, an dem man nur widerwillig arbeitet.

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