Studenten in Vorlesung an der UniversitätDas duale Studium hat sich in den letzten Jahren zu einer echten Alternative für junge Menschen entwickelt, die in ihrer Ausbildung nach dem Abitur Praxis und Theorie stärker miteinander verbinden wollen. Ein Weltkonzern wie Mercedes bietet diese Alternative bereits seit vierzig Jahren an.

Jetzt entdecken auch immer häufiger mittelständische Unternehmen in Deutschland, wie wertvoll und nachhaltig es ist, Geld in gute, junge Köpfe zu stecken. Im Rahmen eines dualen Studiums absolvieren die Abiturienten einen Studiengang an der Universität, während sie in Präsenzzeiten dem Unternehmen als Auszubildende oder Praktikanten zur Verfügung stehen und wichtige Unternehmensprozesse mitbekommen. Die Vorteile für alle Seiten liegen auf der Hand.

Das duale Studium aus der Unternehmensperspektive

Unternehmen haben in der Regel keinen Einfluss auf die Lehrinhalte eines regulären Universitätsstudienganges. Die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre bleibt auch nach wie vor wichtig. Sie kann aber für Unternehmen, die häufig ganz eigene Geschäftsprozesse entwickeln, zum Problem bei der späteren Personalauswahl werden, wenn sich Praxis und Theorie zu weit voneinander entfernt haben. Nicht selten hört man in Unternehmen, dass Bewerberkandidaten nach ihrem Bachelor- oder Masterabschluss an Universitäten nach drei oder sechs Jahren ja gut ausgebildet seien, aber doch sehr wenige Kenntnisse von der Praxis hätten.

Indem Unternehmen den Ausbildungsgang junger Menschen dual begleiten, nehmen sie an den Lernprozessen wesentlich intensiver teil und sorgen selbst dafür, dass die praktischen und mitunter unternehmensspezifischen Inhalte nicht zu kurz kommen. Darüber hinaus fördern sie damit die sozialen Kompetenzen der Auszubildenden und können ihnen die Unternehmenskultur besser vermitteln. Die Loyalität der Auszubildenden kann so in einem guten Lernklima wachsen. Gerade mittelständische Unternehmen binden mit ihrem Angebot eines dualen Studiums die Fachkräfte von morgen.

Das duale Studium aus der Perspektive junger Menschen

Viele Abiturienten bekommen von ihren Vorgängergenerationen heute mit, wie schwierig sich die Suche nach einem Arbeitsplatz auch nach einem Studienabschluss gestalten kann. Nach der langen Schulzeit streben daher immer mehr einen stärkeren Praxisbezug an. Das duale Studium bietet ihnen mit der Ausbildungsvergütung eine Finanzierung des Studiums an, das sich in ihrem weiteren Werdegang auch noch gut liest. Sie bekommen in den Präsenzzeiten im Unternehmen gute Einblicke in das Alltagsgeschäft und können dieses Wissen später auch mit Studieninhalten verknüpfen. Sie sammeln so wichtige berufliche Erfahrungen und können zeitgleich ein Studium abschließen. Damit lassen sich wertvolle Ausbildungsjahre einsparen.

Für spätere Arbeitgeber ist eine Vita, die schon früh mit beruflichen Erfahrungen ausgefüllt wurde, umso attraktiver, zeigt es doch, dass der Bewerberkandidat auch komplexere Herausforderungen bereits früh meistern konnte. Die angebotenen dualen Studiengänge sind für Abiturienten vielfältig und zugleich attraktiv. Sie umfassen ein Spektrum vom Maschinenbau bis zur Sozialarbeit. Und wer sich in einem Unternehmen gut eingearbeitet hat, die Unternehmenskultur verinnerlicht hat, der hat nach dem Studienabschluss immer die Möglichkeit, mit erhöhten Karrierechancen im Unternehmen zu bleiben.

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